- 06.07.2012, 11:15:26
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Österreich unterstützt türkische Imame bei der Integration - Brückenfunktion von Religionsbeauftragten
Ankara (OTS) - Acht Imame des türkischen Religionspräsidiums
(Diyanet), die im Herbst ihren Dienst in den Bundesländern Wien,
Salzburg und Vorarlberg antreten werden, wurden am 3. Juli in der
österreichischen Botschaft in Ankara durch Botschafter Dr. Klaus
Wölfer und Gesandte Mag. Sabine Kroissenbrunner feierlich
verabschiedet. "Als Religionsbeauftragte haben Sie eine besondere
Brückenfunktion zwischen Ihren Gemeinden und der österreichischen
Gesellschaft, zwischen der Türkei und Österreich", betonte
Botschafter Wölfer. Die anwesenden Vertreter der Abteilung für
internationale Beziehungen des Präsidiums für religiöse
Angelegenheiten, Herr Ahmet Dilek und Dr. Fevzi Hamurcu, betonten,
dass die türkischen Zuwanderer Österreich als ihre Heimat
betrachteten. Das Diyanet lege großen Wert darauf, dass die für etwa
5 Jahre nach Österreich entsandten Imame sehr gut Deutsch lernten und
sich mit dem Land vertraut machten.
Der Verabschiedung an der österreichischen Botschaft Ankara war eine
zweitägige "Vorabschulung für türkische Religionsbeauftragte in
Österreich", vorangegangen, die vom 2.-3. Juli 2012 in den
Räumlichkeiten des Goethe-Instituts zum zweiten Mal in Ankara
stattfand. Prof. Dr. Susanne Heine (Evang.-theolog. Fakultät,
Universität Wien) und Mag. Zeynep Elibol (Direktorin der Islamischen
Fachschule für soziale Bildung, Wien) behandelten in Vorträgen und
Diskussion Themen wie Religionsfreiheit und Religionsvielfalt in
Österreich, sowie Frauenrechte und Möglichkeiten zur Unterstützung
von Frauen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Integration.
Gemeinsam besuchten die österreichischen Vortragenden und die
türkischen Religionsbeauftragten das Museum des Generaldirektorats
für Religiöse Stiftungen in Ankara, welches mit seiner Sammlung an
Koranausgaben, Handschriften, Teppichen und anderen Kultgegenständen
einen guten Einblick in die islamische Kultur in der Türkei gibt. Das
Museum, welches im Rahmen eines EU-Projektes auch mit dem
Völkerkundemuseum in Wien kooperiert, bot eine ausgezeichnete
Plattform für den Dialog der Kulturen und Religionen.
Die Schulung wird 2013 in Wien im Rahmen eines Seminars fortgesetzt.
Türkische Religionsbeauftragte des Präsidiums für Religiöse
Angelegenheiten (Diyanet) werden seit 2008 nach Ankunft in Wien im
Rahmen landeskundlicher Schulungen des Bundesministeriums für
europäische und internationale Angelegenheiten auf ihre Tätigkeit in
Österreich vorbereitet. Um diesen Prozess zu intensivieren, findet
seit 2011 auch eine Schulungseinheit in Ankara statt. Ziele der
Schulung sind u.a. das gegenseitigen Kennenlernen, der Aufbau von
Vertrauen und die Stärkung des Bewusstseins der Imame, in Österreich
eine "Brückenfunktion" zwischen türkisch-muslimischer Gemeinde und
der Bevölkerung wahrzunehmen.
Rund 8-10 Religionsbeauftragte werden jährlich vom Türkischen
Präsidium für Religionsangelegenheiten (DIYANET) nach Österreich in
62 Moscheegemeinden der "Türkisch-Islamischen Union für kulturelle
und soziale Zusammenarbeit in Österreich" (ATIB) entsandt und üben
ihren Dienst für etwa 5 Jahre aus. ATIB ist in Österreich die größte
muslimische Dachorganisation.
Rückfragehinweis:
Österreichische Botschaft Ankara Ges. Mag. Kroissenbrunner Tel.: +90/312 405 51 90-30 Fax: +90/312 418 94 54 mailto: [email protected] www.aussenministerium.at/ankara
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