NEWS-exklusiv: Jetzt liegt das Seelen-Gutachten über die Eis-Witwe vor

Estibaliz C. gestand Psychiaterin Adelheid Kastner: "Ich würde wieder töten."

Wien (OTS) - Mehr als 30 Stunden haben Estibaliz C. und Gerichtspsychiaterin Adelheid Kastner in den vergangenen Monaten miteinander verbracht. In winzigen Gefängnis-Zimmern. Um zu reden. Über die der Eis-Witwe vorgeworfenen Verbrechen. Über die Motive für ihr Tun. Über die tiefsten Abgründe ihres Ichs. Jetzt, knapp ein Jahr nach Entdeckung des "Keller-Geheimnisses" der 32-Jährigen, liegt -wie NEWS in seiner am kommenden Donnerstag erscheinenden Ausgabe exklusiv berichtet - die Seelen-Analyse über die mutmaßliche Doppelmörderin vor.

Das Gutachten: 140 Seiten lang. Fazit: "Estibaliz C. leidet an einer massiven Persönlichkeitsstörung, die in ihrem Ausmaß einer geistig-seelischen Abnormität höheren Grades entspricht. Es muss befürchtet werden, dass die Frau abermals Taten mit schweren Folgen begehen könnte." Was hat die Spanierin Kastner über ihr Innerstes erzählt? Was über die ihr angelasteten Delikte? Was über ihre Lebensgeschichte? Bereits in ihrer Jugend, erklärte die Spanierin der Sachverständigen, hätte sie Mordphantasien gehabt. Und konkrete Tatpläne ausgeheckt. Die "anvisierten" Opfer: ihr Vater und ihr erster Freund. Mit etwa 25 soll sie einen Brandanschlag auf ein Geschäft, in dem sie einst in Deutschland arbeitete, vorbereitet haben. Detailliert schilderte sie der Psychiaterin zudem den Hergang der beiden ihr vorgeworfenen Morde - an ihrem Ex-Gatten Holger H. und ihrem früheren Lebensgefährten Manfred H. Die "Grabstätten" der zwei Männer im Keller ihres Eissalons seien für sie ihr "persönlicher Friedhof" gewesen.

Die 32-Jährige gelte, ist in dem Psycho-Gutachten weiters zu lesen, als zurechnungsfähig. Dennoch: Ihre seelischen Beeinträchtigungen seien so massiv, dass sie (im Falle eines Schuldspruchs) nicht bloß zu einer Haftstrafe verurteilt, sondern zusätzlich in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden sollte. Kastner spricht der Frau, die im Jänner 2012 in der Haft einen Buben gebar, jegliche Erziehungsfähigkeit ab. "Es gibt niemanden auf diesem Planeten, der mir wichtiger ist, als mein kleiner Bub", beteuert Estibaliz C., "niemals würde ich ihm etwas Böses antun." Keine Sicherheit will sie diesbezüglich aber hinsichtlich sämtlicher anderer Erdenbewohner abgeben: "Ich fürchte, ich könnte wieder töten."

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