• 03.07.2012, 13:20:34
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OMV-Affäre: Neue Vorwürfe gegen Mensdorff-Pouilly

Der Lobbyist kassierte zwei Millionen Euro vom ungarischen Öl-Konzern Mol, als die OMV der zweitgrößte Aktionär des Unternehmens war

Wien (OTS) - Wie der Falter in seiner morgen, Mittwoch,
erscheinenden Ausgabe berichtet, überwies der ungarische Ölkonzern
Mol dem Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly zwei Millionen Euro, als
die OMV zweitgrößter Aktionär der Mol war.

Insgesamt wurden somit von der OMV und der Mol zwischen 2005 und
2006 mindestens drei Millionen Euro an Mensdorff-Pouilly bezahlt;
bislang war nur die Überweisung von einer Million Euro bekannt. Die
Staatsanwaltschaft untersucht den Fall, weil sich die damaligen
OMV-Vorstände möglicherweise strafbar gemacht haben. Es geht um
Untreue und Geldwäsche, gegen Mensdorff-Pouilly steht der Verdacht
von Bestechung im Raum; für alle gilt die Unschuldsvermutung.

Die zwei Millionen Euro der Mol wurden vom ungarischen Multi im
Jahr 2005 auf ein Konto von Mensdorff-Pouilly bei der Raiffeisenkasse
Strem überwiesen.

Erst jüngst wurde bekannt, dass Mensdorff-Pouilly ebenfalls in
Ungarn Schmiergeld für den deutschen Medizinkonzern Dräger verteilt
haben soll; vom Grünen-Abgeordneten Peter Pilz wird vermutet, dass
auch im Zuge des Kaufs des rumänischen Öl-Konzerns Petrom Schmiergeld
geflossen sein soll. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Weder die OMV noch Mol wollten sich zu den Vorwürfen im Detail
äußern.

Rückfragehinweis:

Falter
   Redaktion Politik
   Wolfgang Zwander 
   Marc-Aurel-Straße 9
   A-1011 Wien
   Tel: 01/53660-968

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