- 30.06.2012, 14:32:39
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Erwin Pröll: "Unsere Bauern stehen für Verlässlichkeit"
Bestbesuchter Bauerntag auf Agrarmesse in Wieselburg - Landeshauptmann beglückwünscht NÖ Bauernbund zur Leistungskampagne und attackiert heftig SPÖ und FPÖ

Wieselburg/St. Pölten (OTS) - Hervorragender Besuch des 2.
Bauerntags im Rahmen der Wieselburger Agrarmesse am vergangenen
Samstag. Knapp 1300 Bäuerinnen und Bauern aus allen Landesvierteln
sind trotz heißen Wetters der Einladung von NÖ Bauernbundobmann
Hermann Schultes und Direktorin Klaudia Tanner zum Bauerntag gefolgt.
Als Ehrengast der Veranstaltung hob Landeshauptmann Erwin Pröll
die Leistungen der Landwirte für die Gesellschaft hervor. "Bauern und
Bauernbund stehen für Verlässlichkeit im Land", betonte der
Landeshauptmann. Die Bauern repräsentierten ein Stück Heimat, der NÖ
Bauernbund sei Säule innerhalb der niederösterreichischen Volkspartei
und ein Schutzwall für unsere Bauern und unser Land. "Ohne Bauern
keine Vergangenheit, ohne Bauern keine Zukunft", sagte Pröll, der
Schultes und Tanner zur Kampagne im heurigen Frühjahr
beglückwünschte, die diese Leistungen der Landwirte entsprechend
herausstrich.
Die Bauern stünden für Werte in unserer Gesellschaft, Werte die
immer mehr ins Wanken gerieten. Konkret sprach Pröll christliche
Werte und die Bedeutung der Familie für die Gesellschaft an. Bei
vielen stünde der Herrgott nur noch für Taufe, Firmung und Hochzeit.
Dies bereite ihm große Sorgen, ebenso der zunehmende Verlust von
Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt, Werte für die ebenfalls die
Bauern stehen. Allgemein drohe die Gesellschaft durch die Egoismen
einzelner auseinander zu driften. Hier gehe es aber um Werte, die
seit Jahrtausenden bestünden und noch weitere Jahrtausende bestehen
werden.
Pröll kam auch auf Anstand und Moral in der Politik zu sprechen.
"Wer zwischen Dein und Mein nicht unterscheiden könne, hat in der
Politik nichts verloren", sprach Pröll klare Worte.
Die Bauern bräuchten verlässliche Partner für ihre Arbeit. In
diesem Zusammenhang attackierte der Landeshauptmann heftig SPÖ und
Arbeiterkammer, die einen Klassenkampf gegen die Bauern betrieben.
Ohne ihn namentlich zu nennen, griff Pröll auch
SP-Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Leitner scharf an "Man könne
sich nicht Unwetterschäden ansehen und dann locker auf einen Kaffee
gehen", sagte Pröll, "wir brauchen in der Landesregierung keine
Frühstücksdirektoren, sondern Leute, die sich Tag und Nacht um die
betroffenen Bürger kümmern". Das Land Niederösterreich werde
jedenfalls die Bauern nicht im Stich lassen. Und zu ätzenden
Bemerkungen des politische Gegners bemerkte Pröll: "Neid ist mit
tausendmal lieber als Mitleid."
In dieselbe Kerbe stieß auch Agrarlandesrat Stephan Pernkopf. Die
Arbeiterkammer agiere nur als Speerspitze der SPÖ. Und Bundeskanzler
Faymann vershe bei Bauernhof und Bahnhof. "Mir sind Mähdrescher
allemal lieber als Phrasendrescher", so Pernkopf, der konstruktive
Vorschläge von Seiten der SPÖ und FPÖ vermisse. "Das sind keine
Bauernvertreter, sondern Bauernverräter", schloß der Agrarlandesrat.
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Rückfragehinweis:
Herbert Pollak
NÖ Bauernbund
0650/283199
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