"profil"-Umfrage: Nur 41% der Österreicher glauben an Verurteilung von Lobbyist Mensdorff-Pouilly

ÖVP nach Meinung der Österreicher am meisten von Korruption betroffen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, leiten die Österreicher aus der Ankündigung der Staatsanwaltschaft, der umtriebige Berater Alfons Mensdorff-Pouilly werde wegen Geldwäsche, falscher Aussagen und Beweisfälschung angeklagt, nicht ab, dass es auch zu Verurteilungen kommt. Nicht einmal die Hälfte der Befragten (41%) glaubt laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage, dass Mensdorff-Pouilly verurteilt wird. Auch bei den anderen in Verdacht geratenen Politikern und Beratern sind die Österreicher skeptisch: 40% rechnen mit einer Verurteilung von Ex-Innenminister Ernst Strasser (ÖVP), bei den Fällen des ehemaligen Finanzministers Karl-Heinz Grasser und des Lobbyisten Walter Meischberger sieht lediglich jeder dritte Österreicher (33% bzw. 31%) die Wahrscheinlichkeit auf eine Bestrafung durch ein Gericht (Mehrheitsnennungen möglich).

Die meisten Österreicher glauben, dass das Image der ÖVP von allen Parteien am meisten durch die Korruptionsskandale gelitten hat. 41% der Befragten halten die ÖVP für die durch Bestechung am meisten belastete Partei. Erstaunlicherweise kommen die anderen Parteien relativ unbeschadet davon: Der FPÖ bescheinigen 17%, belastet zu sein, SPÖ und BZÖ kommen mit jeweils 5% davon.

Die Mehrheit der Österreicher (66%) ist davon überzeugt, dass es früher ebenso viele Korruptionsskandale gab wie heute. Jeder Dritte (27%) glaubt indes, es habe früher weniger Fälle von Korruption gegeben, während 7% der Befragten vom Gegenteil ausgehen.

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