• 29.06.2012, 15:51:30
  • /
  • OTS0240 OTW0240

"Heimat, fremde Heimat" am 1. Juli: "Und was hat das mit mir zu tun?" - Neue Methoden im Unterricht

Wien (OTS) - Silvana Meixner präsentiert in "Heimat, fremde
Heimat" am Sonntag, dem 1. Juli 2012, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende
Beiträge:

"Und was hat das mit mir zu tun?" - Neue Methoden im Unterricht

Nimmt man den Alltag an Österreichs Schulen genauer unter die Lupe,
zeigt sich, dass alle Beteiligten von den veränderten
Grundvoraussetzungen überfordert sind. Das Schulsystem muss nun der
multikulturellen Zusammensetzung der Schülerschaft Rechnung tragen.
So wird zum Beispiel im Geschichtsunterricht ganz selten auf die
Herkunftsländer der Vorfahren der Schülerinnen und Schüler mit
sogenanntem Migrationshintergrund eingegangen. Die
Sozialwissenschafterin Nora Steinfeld sucht nun mit ihrem Projekt
"Und was hat das mit mir zu tun?" nach neuen Unterrichtsansätzen, die
der Zeit und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler
entsprechen. Ein Beitrag von Sabina Zwitter.

Romanes-Unterricht - keine einheitliche Hochsprache

Lange Zeit war die Volksgruppe der Roma schwer benachteiligt und
hatte kaum Zugang zu Bildungssystemen. Die meisten Roma sind
mehrsprachig, da sie aber oft in keiner der Sprachen, die sie
sprechen, über gefestigte Kenntnisse verfügen, sind sie nicht selten
weniger gut in Deutsch. Viele Roma-Kinder landen deswegen in der
Sonderschule. Nun hat die Stadt Wien dort auch muttersprachigen
Romanes-Unterricht eingeführt, um gleichwertige Bedingungen zu
schaffen. Dabei ergeben sich aber neue Konflikte innerhalb der
Roma-Gemeinschaft, da keine einheitliche Hochsprache der
verschiedenen Roma-Gruppen aus Österreich und der EU besteht - es
gibt hingegen Dialekte, die einander ähneln. An zwei Wiener Schulen
orientiert man sich daher am Hintergrund der Kinder. So werden
serbische, rumänische oder andere Roma-Dialekte unterrichtet. Ein
Bericht von David Hradetzky.

Zwei Generationen - eine Identität

Laut Statistik Austria leben in Österreich knapp zweieinhalbtausend
Süd-Koreanerinnen und -Koreaner - die Mehrheit von ihnen in Wien.
Anlässlich der Aufnahme der Handelsbeziehungen zwischen Österreich
und Korea vor 120 Jahren wurde im Mai dieses Jahres das
Korea-Kulturhaus im Wiener Donaupark eröffnet, dessen Präsidentin
Mi-Ja Friedländer ist. Sie selbst ist in Süd-Korea geboren und
aufgewachsen und kam in den 70er Jahren nach Wien. Ihre Tochter Susan
Jo ist in Wien geboren und aufgewachsen, hat jedoch vier Jahre lang
in Seoul studiert und spricht fließend Koreanisch. Heute unterrichtet
sie diese Sprache am Institut für Ostasienwissenschaften in Wien.
Mutter und Tochter sind innerhalb der Wiener koreanischen Community
sehr aktiv. Nadine Rosnitschek hat Susan Jo durch ihr koreanisches
Wien begleitet.

"Heimat, fremde Heimat" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Karin Wögerer
Tel.: (01) 87878 - DW 12913
http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel