"Heimat, fremde Heimat" am 1. Juli: "Und was hat das mit mir zu tun?" - Neue Methoden im Unterricht

Wien (OTS) - Silvana Meixner präsentiert in "Heimat, fremde
Heimat" am Sonntag, dem 1. Juli 2012, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

"Und was hat das mit mir zu tun?" - Neue Methoden im Unterricht

Nimmt man den Alltag an Österreichs Schulen genauer unter die Lupe, zeigt sich, dass alle Beteiligten von den veränderten Grundvoraussetzungen überfordert sind. Das Schulsystem muss nun der multikulturellen Zusammensetzung der Schülerschaft Rechnung tragen. So wird zum Beispiel im Geschichtsunterricht ganz selten auf die Herkunftsländer der Vorfahren der Schülerinnen und Schüler mit sogenanntem Migrationshintergrund eingegangen. Die Sozialwissenschafterin Nora Steinfeld sucht nun mit ihrem Projekt "Und was hat das mit mir zu tun?" nach neuen Unterrichtsansätzen, die der Zeit und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Ein Beitrag von Sabina Zwitter.

Romanes-Unterricht - keine einheitliche Hochsprache

Lange Zeit war die Volksgruppe der Roma schwer benachteiligt und hatte kaum Zugang zu Bildungssystemen. Die meisten Roma sind mehrsprachig, da sie aber oft in keiner der Sprachen, die sie sprechen, über gefestigte Kenntnisse verfügen, sind sie nicht selten weniger gut in Deutsch. Viele Roma-Kinder landen deswegen in der Sonderschule. Nun hat die Stadt Wien dort auch muttersprachigen Romanes-Unterricht eingeführt, um gleichwertige Bedingungen zu schaffen. Dabei ergeben sich aber neue Konflikte innerhalb der Roma-Gemeinschaft, da keine einheitliche Hochsprache der verschiedenen Roma-Gruppen aus Österreich und der EU besteht - es gibt hingegen Dialekte, die einander ähneln. An zwei Wiener Schulen orientiert man sich daher am Hintergrund der Kinder. So werden serbische, rumänische oder andere Roma-Dialekte unterrichtet. Ein Bericht von David Hradetzky.

Zwei Generationen - eine Identität

Laut Statistik Austria leben in Österreich knapp zweieinhalbtausend Süd-Koreanerinnen und -Koreaner - die Mehrheit von ihnen in Wien. Anlässlich der Aufnahme der Handelsbeziehungen zwischen Österreich und Korea vor 120 Jahren wurde im Mai dieses Jahres das Korea-Kulturhaus im Wiener Donaupark eröffnet, dessen Präsidentin Mi-Ja Friedländer ist. Sie selbst ist in Süd-Korea geboren und aufgewachsen und kam in den 70er Jahren nach Wien. Ihre Tochter Susan Jo ist in Wien geboren und aufgewachsen, hat jedoch vier Jahre lang in Seoul studiert und spricht fließend Koreanisch. Heute unterrichtet sie diese Sprache am Institut für Ostasienwissenschaften in Wien. Mutter und Tochter sind innerhalb der Wiener koreanischen Community sehr aktiv. Nadine Rosnitschek hat Susan Jo durch ihr koreanisches Wien begleitet.

"Heimat, fremde Heimat" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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