BZÖ-Spadiut fordert zeitgemäßes Tierversuchsgesetz

Parteienstellung für die Tierschutz-Ombudsstelle oder analoge Körperschaften erforderlich

Wien (OTS) - Ein zeitgemäßes Tierversuchsgesetz fordert BZÖ-Tierschutzsprecher Abg. Dr. Wolfgang Spadiut, einen entsprechenden Antrag hat er bereits eingebracht. Konkret müssten die Erstellung einer Schaden-Nutzen-Analyse im Genehmigungsverfahren, die Möglichkeit Tierversuche zu verbieten und eine Parteienstellung für die Tierschutz-Ombudsstelle oder analoge Körperschaften enthalten sein, um Versuche, wie jene an lebenden Schweinen, die narkotisiert im Schnee vergraben wurden, um herauszufinden, wie lange es dauert, bis die einzelnen Organe tatsächlich versagen und der Tod eintritt, zu unterbinden.

Spadiut verweist auf die Richtlinie 2010/63/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2010 "zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere", die in Österreich bis zum 10. November 2012 umgesetzt werden muss. Diese Richtlinie ermöglicht es den einzelnen Mitgliedsstaaten - insbesondere im Genehmigungsverfahren für Tierversuche - genaueste Bewertungen vorzunehmen und eine Schaden-Nutzen-Analyse durchzuführen, in deren Rahmen ermessen wird "ob die Schäden für die Tiere in Form von Leiden, Schmerzen und Ängsten unter Berücksichtigung ethischer Erwägungen durch das erwartete Ergebnis gerechtfertigt sind und letztlich Menschen, Tieren oder der Umwelt zugutekommen können".

"Aufgrund dieser Analyse und Beurteilung kann und soll ein Projekt dann auch selbstverständlich abgelehnt werden können", so Spadiut. Bei dem Versuch mit den im Schnee eingegrabenen Schweinen - man wollte herausfinden, ob menschliche Lawinenopfer nicht unter Umständen zu wenig lang reanimiert werden" - hätte ein Genehmigungsverfahren mit einer Schaden-Nutzen-Analyse wohl ergeben können, "menschliche Lawinenopfer doch einfach versuchsweise länger zu reanimieren, um herauszufinden, ob das sinnvoll ist", erklärt der BZÖ-Tierschutz- und Gesundheitssprecher.

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