Soziale Leistungen als Chance für möglichst selbstständiges Leben

Schmidjell: Sozialbericht für das Jahr 2011 gibt eine Übersicht über die sozialen Leistungen des Landes

Salzburg (OTS) - Der Sozialbericht 2011 stellt die sozialen Leistungen des Landes Salzburg in einer Zeit dar, in der die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise für die Bevölkerung noch deutlich zu spüren sind. Trotz der Notwendigkeit, die öffentlichen Haushalte zu konsolidieren, konnten die qualitativ und quantitativ hochwertige Versorgung der Salzburger Bevölkerung mit Sozialleistungen gewahrt und zusätzlich dringend notwendige Leistungen geschaffen werden.

Gesundheits- und Sozialreferentin Landesrätin Mag Cornelia Schmidjell stellte heute, Donnerstag, 28. Juni, in einem Informationsgespräch zum vorliegenden Sozialbericht 2011 fest:
"Wohl-fahrtsstaatliche Leistungen wie Geldtransfers, soziale Dienste oder Beratungsleistungen sind unbedingt notwendig, um den sozialen Ausgleich in der Gesellschaft herzustellen und den Lebensrisiken Alter, Krankheit oder Armut zu begegnen. Damit wird den Menschen geholfen und zugleich werden krisensichere Arbeitsplätze im Sozialbereich geschaffen. Mir geht es vor allem darum, Kindern, Jugendlichen, Menschen mit Beeinträchtigungen, einkommensschwachen oder alten Menschen jene Unterstützung zu geben, die notwendig ist, um ein möglichst selbstständiges Leben zu führen. Sozialleistungen eröffnen Chancen."

Sozialausgaben des Landes 2011 um 2,8 Prozent gestiegen

Die Sozialausgaben des Landes (inkl. Arbeitsmarkt) betrugen 2011 275 Millionen Euro. Damit sind sie gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent gestiegen. Relativ konstant im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Sozialausgaben am gesamten Landesbudget, der 2011 bei 11,64 Prozent lag. Den höchsten Anteil am Nettoaufwand in den Kernbereichen nahmen im Jahr 2011 mit 41,3 Prozent die Sozialhilfe (27,5 Prozent) und die Mindestsicherung (13,8 Prozent) ein, die Behindertenhilfe machte 32,2 Prozent und die Jugendwohlfahrt 13,9 Prozent aus. Verhältnismäßig hohe Steigerungsraten von 2010 auf 2011 gab es in der Behindertenhilfe mit 5,8 Prozent und in der Jugendwohlfahrt mit 5,7 Prozent.

Mindestsicherung wieder leicht gestiegen

Während die Anzahl der in der Mindestsicherung unterstützten Personen 2010 aufgrund der Entspannung am Arbeitsmarkt um 0,2 Prozent zurückgegangen ist, ist hingegen für das Jahr 2011 eine Steigerung von 1,7 Prozent zu verzeichnen.

"Normalität" als Zielsetzung in der Behindertenhilfe

Die Behindertenhilfe des Landes bietet eine breite Palette an Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für Salzburgs Menschen mit besonderen Bedürfnissen - von der Frühförderung, das sind frühe Hilfen nach der Geburt, über Hilfen bei Erziehung und Schulbildung, beruflicher Eingliederung bis hin zur sozialen Betreuung und Wohnbetreuung. Den Großteil der Leistung machen Unterstützung bei der Tagesbetreuung und Wohnen aus. Eine große Herausforderung für die Zukunft stellt das Älterwerden der Menschen mit Behinderungen bzw. auch der familiären Betreuungspersonen dar. Bereits derzeit ist die größte unterstützte Personengruppe die Altersgruppe zwischen 41 und 50 Jahren (20 Prozent aller Hilfeempfänger).

Menschen mit Beeinträchtigungen ein Leben zu ermöglichen, das möglichst viel an "Normalität" aufweist, ist ein herausforderndes Ziel. Besonders wichtig für die Erreichung dieses Zieles ist die berufliche Ausbildung. Mit Stichtag 31. Dezember 2011 wurden 237 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt, wobei vor allem Teilqualifizierung und wirtschaftsintegrative Ausbildung wichtig sind, weil sie sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ermöglichen.

Normalität hat viele Facetten. Dazu gehört auch, Freizeit zu haben und Urlaub zu genießen. Das Land Salzburg hat 2011 150 Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Erholungsaktion begleiteten und einen betreuten Urlaub ermöglicht.

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