- 28.06.2012, 11:16:53
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Soziale Leistungen als Chance für möglichst selbstständiges Leben
Schmidjell: Sozialbericht für das Jahr 2011 gibt eine Übersicht über die sozialen Leistungen des Landes
Salzburg (OTS) - Der Sozialbericht 2011 stellt die sozialen
Leistungen des Landes Salzburg in einer Zeit dar, in der die
Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise für die Bevölkerung
noch deutlich zu spüren sind. Trotz der Notwendigkeit, die
öffentlichen Haushalte zu konsolidieren, konnten die qualitativ und
quantitativ hochwertige Versorgung der Salzburger Bevölkerung mit
Sozialleistungen gewahrt und zusätzlich dringend notwendige
Leistungen geschaffen werden.
Gesundheits- und Sozialreferentin Landesrätin Mag Cornelia
Schmidjell stellte heute, Donnerstag, 28. Juni, in einem
Informationsgespräch zum vorliegenden Sozialbericht 2011 fest:
"Wohl-fahrtsstaatliche Leistungen wie Geldtransfers, soziale Dienste
oder Beratungsleistungen sind unbedingt notwendig, um den sozialen
Ausgleich in der Gesellschaft herzustellen und den Lebensrisiken
Alter, Krankheit oder Armut zu begegnen. Damit wird den Menschen
geholfen und zugleich werden krisensichere Arbeitsplätze im
Sozialbereich geschaffen. Mir geht es vor allem darum, Kindern,
Jugendlichen, Menschen mit Beeinträchtigungen, einkommensschwachen
oder alten Menschen jene Unterstützung zu geben, die notwendig ist,
um ein möglichst selbstständiges Leben zu führen. Sozialleistungen
eröffnen Chancen."
Sozialausgaben des Landes 2011 um 2,8 Prozent gestiegen
Die Sozialausgaben des Landes (inkl. Arbeitsmarkt) betrugen 2011
275 Millionen Euro. Damit sind sie gegenüber dem Vorjahr um 2,8
Prozent gestiegen. Relativ konstant im Vergleich zum Vorjahr ist der
Anteil der Sozialausgaben am gesamten Landesbudget, der 2011 bei
11,64 Prozent lag. Den höchsten Anteil am Nettoaufwand in den
Kernbereichen nahmen im Jahr 2011 mit 41,3 Prozent die Sozialhilfe
(27,5 Prozent) und die Mindestsicherung (13,8 Prozent) ein, die
Behindertenhilfe machte 32,2 Prozent und die Jugendwohlfahrt 13,9
Prozent aus. Verhältnismäßig hohe Steigerungsraten von 2010 auf 2011
gab es in der Behindertenhilfe mit 5,8 Prozent und in der
Jugendwohlfahrt mit 5,7 Prozent.
Mindestsicherung wieder leicht gestiegen
Während die Anzahl der in der Mindestsicherung unterstützten
Personen 2010 aufgrund der Entspannung am Arbeitsmarkt um 0,2 Prozent
zurückgegangen ist, ist hingegen für das Jahr 2011 eine Steigerung
von 1,7 Prozent zu verzeichnen.
"Normalität" als Zielsetzung in der Behindertenhilfe
Die Behindertenhilfe des Landes bietet eine breite Palette an
Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für Salzburgs Menschen mit
besonderen Bedürfnissen - von der Frühförderung, das sind frühe
Hilfen nach der Geburt, über Hilfen bei Erziehung und Schulbildung,
beruflicher Eingliederung bis hin zur sozialen Betreuung und
Wohnbetreuung. Den Großteil der Leistung machen Unterstützung bei der
Tagesbetreuung und Wohnen aus. Eine große Herausforderung für die
Zukunft stellt das Älterwerden der Menschen mit Behinderungen bzw.
auch der familiären Betreuungspersonen dar. Bereits derzeit ist die
größte unterstützte Personengruppe die Altersgruppe zwischen 41 und
50 Jahren (20 Prozent aller Hilfeempfänger).
Menschen mit Beeinträchtigungen ein Leben zu ermöglichen, das
möglichst viel an "Normalität" aufweist, ist ein herausforderndes
Ziel. Besonders wichtig für die Erreichung dieses Zieles ist die
berufliche Ausbildung. Mit Stichtag 31. Dezember 2011 wurden 237
Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt, wobei vor allem
Teilqualifizierung und wirtschaftsintegrative Ausbildung wichtig
sind, weil sie sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
ermöglichen.
Normalität hat viele Facetten. Dazu gehört auch, Freizeit zu haben
und Urlaub zu genießen. Das Land Salzburg hat 2011 150 Menschen mit
Beeinträchtigungen bei der Erholungsaktion begleiteten und einen
betreuten Urlaub ermöglicht.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg - Medien- und Marketingzentrum
Chefredakteurin Mag. Karin Gföllner
Tel.: (0662) 80 42 / 24 33
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
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