• 26.06.2012, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Ministerin Sorglos"

Fekter war jahrelang nicht, was sie jetzt sein will - Anwältin der Steuerzahler.

Wien (OTS) - Maria Fekter wird dafür stehen, dass mit dem
Steuergeld der Bürger sorgsam umgegangen wird", befand ÖVP-Chef
Michael Spindelegger, als seine Parteifreundin im April 2011 das
Finanzressort übernahm. Als "Anwältin der Steuerzahler" titulierte
sie sich bei ihrer Antrittsrede im Parlament.
Kühne Ansagen angesichts ihrer politischen Vergangenheit. Die
Jahre davor, als Innenministerin, hatte sich Fekter nicht als
Advokatin der Zahlbürger geriert. Aufträge wurden freihändig, also
ohne Ausschreibung, vergeben; auch an eine Firma eines ehemaligen
Mitarbeiters im Kabinett. Hier 551.678 Euro für eine Art Leitbild,
da 248.315\x{2588}Euro für strategische Beratung der Ministerin.
Vergleichsangebote? Aber wo! Eine genaue Dokumentation der
Vergaben? Aber geh! Mit diesen Methoden brachte es Fekter zwischen
2008 und 2010 gar zu einem Rekord - mit den "höchsten Auftragssummen"
aller Ressorts, wie die Rechnungshofprüfer monieren. Hätte Fekter in
ihrem Schotterwerk so gefuhrwerkt, wäre sie wohl längst in Konkurs;
aber da geht es ja um das eigene Gerschtl.
Mit einem lapidaren "das hat sich schon hundert Mal gerechnet" ist
die Sache nicht abgetan, Frau Finanzminister. Gefragt ist der Beleg
dafür.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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