SOS an Bundeskanzler Faymann: ÖJC fordert Kündigungsstopp von ORF-Mitarbeitern

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss Vorbild für die Gesellschaft sein

Wien (OTS/ÖJC) - Trotz eines EGT-Gewinnes im vergangenen Jahr von 9,1 Millionen Euro will die ORF-Geschäftsführung wieder mehrere hundert MitarbeiterInnen aus Altersgründen oder aus betrieblichen Gründen kündigen. Dieser seit Jahren andauernde Kahlschlag im ORF gefährdet die Qualität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich. "Immer weniger ORF-Redakteure müssen immer mehr Programm machen, darunter muss ja die Qualität leiden", kritisiert ÖJC-Präsident Fred Turnheim die Kahlschlagpolitik von ORF-GD Alexander Wrabetz. Ein Manager, der monatelang nicht weiß wo er künftig sein Büro aufschlagen will, ist unfähig, ein so wichtiges Unternehmen, wie den ORF im öffentlich-rechtlichen Auftrag zu leiten.

Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) fordert daher dringend die Bundesregierung und die im Nationalrat vertretenen Parteien auf, ein modernes österreichisches Rundfunkgesetz zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um die Organisation der Gremien sondern in erster Linie um die Sicherung der Qualität und damit der journalistischen Arbeitsplätze im ORF.

Die derzeit im ORF-Gesetz festgeschriebene "Senkung der Pro-Kopf-Kosten" ist sofort aus dem Rundfunkgesetz zu streichen, da diese Bestimmung der Vorwand für den personellen Kahlschlag im ORF ist.

Der ÖJC solidarisiert sich in dieser Frage mit dem ORF-Zentralbetriebsrat und dem ORF-Redakteursrat.

Gleichzeitig werden durch die Kündigungen im Rahmen der Korridorpension nicht nur das ORF-Budget (notwendige Rückstellungen) sondern auch das staatliche Pensionssystem belastet. Der ÖJC ersucht in diesem Fall den Österreichischen Seniorenrat um Unterstützung, da dies ja nicht im Sinne der Sicherung des österreichischen Pensionssystem sein kann.

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