- 26.06.2012, 12:45:10
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SOS an Bundeskanzler Faymann: ÖJC fordert Kündigungsstopp von ORF-Mitarbeitern
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss Vorbild für die Gesellschaft sein
Wien (OTS/ÖJC) - Trotz eines EGT-Gewinnes im vergangenen Jahr von
9,1 Millionen Euro will die ORF-Geschäftsführung wieder mehrere
hundert MitarbeiterInnen aus Altersgründen oder aus betrieblichen
Gründen kündigen. Dieser seit Jahren andauernde Kahlschlag im ORF
gefährdet die Qualität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in
Österreich. "Immer weniger ORF-Redakteure müssen immer mehr Programm
machen, darunter muss ja die Qualität leiden", kritisiert
ÖJC-Präsident Fred Turnheim die Kahlschlagpolitik von ORF-GD
Alexander Wrabetz. Ein Manager, der monatelang nicht weiß wo er
künftig sein Büro aufschlagen will, ist unfähig, ein so wichtiges
Unternehmen, wie den ORF im öffentlich-rechtlichen Auftrag zu leiten.
Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) fordert daher dringend
die Bundesregierung und die im Nationalrat vertretenen Parteien auf,
ein modernes österreichisches Rundfunkgesetz zu schaffen. Dabei geht
es nicht nur um die Organisation der Gremien sondern in erster Linie
um die Sicherung der Qualität und damit der journalistischen
Arbeitsplätze im ORF.
Die derzeit im ORF-Gesetz festgeschriebene "Senkung der
Pro-Kopf-Kosten" ist sofort aus dem Rundfunkgesetz zu streichen, da
diese Bestimmung der Vorwand für den personellen Kahlschlag im ORF
ist.
Der ÖJC solidarisiert sich in dieser Frage mit dem
ORF-Zentralbetriebsrat und dem ORF-Redakteursrat.
Gleichzeitig werden durch die Kündigungen im Rahmen der
Korridorpension nicht nur das ORF-Budget (notwendige Rückstellungen)
sondern auch das staatliche Pensionssystem belastet. Der ÖJC ersucht
in diesem Fall den Österreichischen Seniorenrat um Unterstützung, da
dies ja nicht im Sinne der Sicherung des österreichischen
Pensionssystem sein kann.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Journalisten Club Margarete Turnheim Generalsekretariat Tel.: +43 1 98 28 555-0 mailto:[email protected] www.oejc.at
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