- 25.06.2012, 17:00:32
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"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Stimmengewirr"
Die Euro-Krise bewerten zu viele zu unterschiedlich. Das ist verwirrend.
Wien (OTS) - In der Römerhalle von Mautern an der Donau, die dank
üppiger EU-Gelder frisch renoviert ist, wurde heftig über Europa
diskutiert. Vizekanzler Spindelegger und EU-Kommissar Hahn hörten
Lokalpolitikern zu, die recht gut die Stimmung in der Bevölkerung
spiegelten: Warum müssen wir für Griechenland zahlen? Was kostet ein
Austritt der Griechen aus dem Euro? Oder ganz einfach: Was habe ich
von Europa?
Das zeigt, wie sehr wir alle nach Informationen suchen. In der
öffentlichen Diskussion überwiegt aber das Stimmengewirr. Erste-Chef
Treichl meint im trend: "Es kann auch ein gemeinsames Europa ohne den
Euro geben." Der Präsident der Nationalbank, Nowotny, wiederum sagt
im KURIER: "Der Zerfall des Euro wäre eine ökonomische Explosion."
"Europa-Fan" Treichl ist davon überzeugt, dass gerade die junge
Generation ein gemeinsames Europa will, die Wirtschaftsentwicklung in
Ländern wie Brasilien oder China spreche dafür. Aber warum reden wir
dauernd vom Ende des Euro, wenn die Amerikaner die viel höheren
Schulden haben?
Wir Europäer können viel selbstbewusster auftreten. Die
europäische Wirtschaft verfügt noch immer über eine erfolgreiche
Mischung aus Innovationen und Design. Noch fehlt die klare
politische Führung.
Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601
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