Kerschbaum: "Temelin-Anhörung ist eine Farce"

Grüner Widerstand gegen Temelin 3 + 4 geht weiter

St. Pölten (OTS) - Bei der heutigen Anhörung zur Umweltverträglichkeit des AKW Temelin in Budweis müssen AtomgegnerInnen aus fünf Staaten an einem einzigen Tag ihre offenen Fragen vorbringen. "Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass die gestellten Fragen in der kurzen Zeit nicht zufriedenstellend beantwortet werden können. Damit verkommt das gesamte Verfahren zur Farce", kritisiert Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum, Anti-Atomsprecherin der Grünen Niederösterreich.
"Es handelt sich um eine reine Werbeveranstaltung der Betreiberfirma CEZ: Mit schönen Worten wirbt sie um unser blindes Vertrauen in eine verstrahlte Zukunft. GegnerInnen kommen kaum zu Wort", so Kerschbaum. Diese Redezeitbeschränkung widerspreche internationalen Übereinkommen, wie der Aahrus und der Espoo Konvention, kritisiert die Grüne.
Doch auch wenn alle Zeichen auf Hinhaltetaktik stehen - Kerschbaum will heute in Budweis auf die Beantwortung ihre Fragen zu den Themen Risikobewertung, Haftung, Endlagerung und zum Verfahrensablauf drängen. "Wenn die Betreiber noch so sehr die Augen davor verschließen - das Restrisiko bleibt immer bestehen. Damit bleibt auch unser Widerstand gegen die Atomkraft bestehen", verspricht die Grüne Anti-Atomsprecherin Elisabeth Kerschbaum abschließend.

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