SOS Mitmensch: Beschämende Mission erfüllt, intakte Familie zerrissen

Unmenschliche Politik sorgt dafür, dass der kleine Jeremias ohne seinen Vater leben muss

Wien (OTS) - "Heute ist ein trauriger und beschämender Tag. Der dramatische Appell der jungen Mutter von Jeremias, ihre intakte Familie nicht zu zerreißen und ihr Kind nicht vaterlos zu machen, ist ungehört verhallt. Die Regierung hat gegenüber einem 4-jährigen Kind ihre Muskeln gezeigt. Das kann man nur noch als dumme Machopolitik, ohne Vernunft und Menschlichkeit bezeichnen", so der Sprecher von SOS Mitmensch, Alexander Pollak.

Heute wurde der 24-jährige Omar D. aus Wien über Brüssel nach Gambia abgeschoben. Omar lebte bereits seit über 8 Jahren in Österreich. Er hat hier enge familiäre Bindungen. Die Mutter des gemeinsamen Kindes hatte sich in einem dramatischen Appell an die Öffentlichkeit gewandt.

SOS Mitmensch fordert ein Ende der unmenschlichen und unvernünftigen Abschiebepolitik. Menschen, die langer als 5 Jahre in Österreich leben, sollen ohne Wenn und Aber ein Bleiberecht erhalten. "Wer mehr als 5 Jahre hier lebt, ist von hier", so Pollak. Darüber hinaus fordert SOS Mitmensch einen Abschiebeschutz für Personen, die persönliche Bindungen in Österreich haben, unabhängig von der Aufenthaltsdauer dieser Personen.

"Der abgeschobene Omar hätte eigentlich ein doppeltes Anrecht auf ein Bleiberecht gehabt. Er war 8 Jahre in Österreich und er hat hier enge familiäre Bindungen. Es ist durch nichts zu rechtfertigen, dass dem kleinen Jeremias sein Vater weggenommen wurde, auch nicht durch die zwei kleinen Vorstrafen von Omar. Heute ist ein trauriger und beschämender Tag", so Pollak abschließend.

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Alexander Pollak
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