• 20.06.2012, 10:55:38
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BM Schmied und Kommissär Sharp geben Mathias Poledna als Künstler für den österreichischen Beitrag zur 55. Biennale di Venezia 2013 bekannt

Mathias Poledna vertritt Österreich mit einer Einzelausstellung

Wien (OTS) - Ein Jahr vor der Eröffnung der nächsten Kunstbiennale
in Venedig gaben Kulturministerin Claudia Schmied und Kommissär
Jasper Sharp heute in Wien die Pläne für den österreichischen Beitrag
bekannt.

"Ich freue mich, mit Jasper Sharp einen mit der Biennale bestens
vertrauten, jungen Kunsthistoriker und Kurator als Kommissär bestellt
zu haben, dessen Blick auf Österreichs Kunstschaffen die Innen- und
die Außenperspektive umfasst und damit eine differenzierte
Herangehensweise gewährleistet. Jasper Sharp trägt mit seiner
Tätigkeit zur Vermittlung und vor allem zur Einordnung
zeitgenössischer Kunst bei, indem er diese im Dialog zur
kunsthistorischen Geschichte darstellt und verdeutlicht, wie uns die
Kunst von heute mit der Zukunft verbindet", so Kulturministerin
Claudia Schmied.

"Mit der Wahl des ehemaligen MAK-Schindler-Stipendiaten Mathias
Poledna hat Jasper Sharp bereits jetzt die Weichen für den
Österreichbeitrag im Sommer 2013 bei der 55. Biennale di Venezia
gestellt und sich für einen Künstler mit hohem interdisziplinären
Anspruch und einer speziellen künstlerischen Sprache entschieden, die
auf vielfältige Weise Kultur und Geschichte reflektiert. Mathias
Poledna ist ein österreichischer Künstler, der das Gewohnte verlässt,
im Ausland verankert ist und gleichzeitig seine Herkunft pflegt und
so künstlerische Impulse nach Österreich trägt", betonte die
Ministerin bei der Bekanntgabe des Künstlers für den österreichischen
Beitrag zur 55. Biennale di Venezia 2013 in der gemeinsamen
Pressekonferenz mit Jasper Sharp.

Mathias Poledna vertritt Österreich bei der 55. Biennale di
Venezia 2013 mit einer Einzelausstellung. Poledna wurde 1965 in Wien
geboren, wo er an der Hochschule für angewandte Kunst sowie der
Universität Wien studierte. Seit 2000 lebt und arbeitet er in Los
Angeles.

In seiner Arbeit beschäftigt sich Poledna mit Verbindungen
zwischen Kunst und Unterhaltungskultur, der Moderne in Architektur
und Design, der Sprache des Kinos und der Geschichte des Ausstellens.
Seine Werke zeichnen sich durch eine rigorose Auseinandersetzung mit
dem Medium Film und der Funktion von Bildern in Gegenwart und
Vergangenheit aus. In den letzten Jahren haben sie zumeist die Form
äußerst konzentrierter filmischer Installationen mit reichen Bezügen
zur Kultur des 20. Jahrhunderts angenommen.

Polednas Arbeiten sind in Österreich in den Beständen des MUMOK,
des Belvedere und der Generali Foundation vertreten. International
sind sie beispielsweise in den folgenden Sammlungen zu finden: The
Museum of Modern Art (MoMA), New York; Whitney Museum of American
Art, New York; New Museum, New York; Museum of Contemporary Art
Chicago; Museum of Contemporary Art (MOCA), Los Angeles; Hammer
Museum, Los Angeles; Stedelijk Museum, Amsterdam; und Museu d'Art
Contemporani de Barcelona (MACBA).

Jasper Sharp, Kommissär des österreichischen Beitrags der 55.
Biennale, zu seiner Wahl: "Mathias Poledna wird in Österreich seit
Langem als einer der bedeutendsten Künstler seiner Generation
geschätzt. In den letzten Jahren fand seine Arbeit auch auf
internationaler Ebene beachtliche institutionelle Anerkennung,
mitunter durch Museumsausstellungen in Europa und den Vereinigten
Staaten. Ich bin überzeugt, dass dies für ihn nun der ideale Moment
ist, die Herausforderung in Venedig anzunehmen. Gemeinsam mit meinem
Team freue ich mich auf unsere Zusammenarbeit und die Entwicklung
seines Projekts für den österreichischen Pavillon im nächsten Jahr."

Mathias Poledna: "In dem speziellen und historischen Rahmen der
Biennale in Venedig auszustellen, gehört zu den spannendsten
Herausforderungen der Gegenwartskunst. Ich freue mich über die
Einladung im österreichischen Pavillon einen Beitrag zu realisieren."

Begleitend zur Ausstellung im Rahmen der 55. Biennale di Venezia
2013 erscheint im Mai 2013 die Publikation "Österreich und die
Biennale di Venezia 1895-2013". Mit Hilfe von bislang
unveröffentlichten Fotografien, Plänen und Korrespondenzen aus
öffentlichen und privaten Archiven präsentiert dieses
wissenschaftliche, 400-seitige Referenzwerk, das zweisprachig auf
Deutsch und Englisch gestaltet ist, erstmalig einen umfassenden
Überblick über Österreichs Teilnahme an der Kunstbiennale von 1895
bis heute. Herausgegeben von Jasper Sharp, beinhaltet der Band
umfang- reiche Aufsätze des Historikers Philipp Blom und des
Kunsthistorikers Rainald Franz (MAK). Weitere Textbeiträge stammen
von KuratorInnen der führenden öffentlichen Museen in Österreich,
darunter Susanne Neuburger (MUMOK), Harald Krejci (Belvedere),
Antonia Hoerschelmann (Albertina), Günther Holler-Schuster (Neue
Galerie, Graz) und Martin Hochleitner (Landesgalerie Linz). Die
Publikation wird von der österreichischen Grafikerin Martha
Stutteregger gestaltet und im Mai 2013 vorgestellt.

Als Ergänzung zum Buch präsentiert die Website des
österreichischen Pavillons der 55. Biennale in Venedig 2013,
www.labiennalevenezia.at, ab Herbst 2012 ein umfangreiches digitales
Archiv mit Fotos, Briefen und zusätzlichen Materialien rund um
Österreichs Teilnahme an der Biennale von Venedig seit 1895.

Presseunterlagen stehen ab sofort und aktuelles Fotomaterial ab 12
Uhr unter www.labiennalevenezia.at und
http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/2012/20120620.xml zum Download
bereit.

Rückfragehinweis:

Kontakt für Anfragen zum österreichischen Pavillon
   Klara M. Piza
   +43 699 10 83 74 00
   [email protected]
   
   und
   
   Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
   Mag. (FH) Julia Flunger-Schulz
   Pressesprecherin
   Tel.: +43 1 53120 5030
   mailto:[email protected]
   http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/index.xml

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