ASFINAG: Absicherungssysteme auf Österreichs Autobahnen erfüllen alle Sicherheitsstandards

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Kritik an den Absicherungssystemen auf Autobahnen durch Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler stellt die ASFINAG klar: Die auf der A 2 Granitztalbrücke beim gestrigen tragischen Lkw-Unfall durchbrochenen Rückhaltesysteme entsprechen den gültigen Standards und gesetzlichen Anforderungen.

Bereits in den Jahren 2002 bis 2005 hat die ASFINAG zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ein umfassendes Programm zum Austausch von Rückhaltesystemen in der Größenordnung von 250 Millionen Euro auf einer Länge von 1.700 Kilometern umgesetzt. Dabei wurden auch die sogenannten "Aufhaltestufen" der Rückhaltesysteme für Rand- und Mittelabsicherung über die damaligen Richtlinien und Vorschriften für den Straßenverkehr (RVS) hinaus erhöht. Weitere Rückhaltesysteme mit höheren Aufhaltestufen werden sukzessive im Zuge von Sanierungen und bei Neubauten angebracht.

Rückhaltesysteme besitzen immer physikalische Grenzen und müssen Verformungen und Beschädigungen in gewissem Umfang zulassen, da ansonsten die Anprallenergie für die anfahrenden Fahrzeuge zu groß würde. Im Abhängigkeit des Anfahrwinkels, der Geschwindigkeit und des Gewichtes des Fahrzeuges können auch Rückhaltesysteme der höchsten Aufhaltestufe mit dem letztgültigen Stand der Technik durchbrochen werden. Die ASFINAG bedauert den Unfall und wird wie bei sämtlichen Unfällen mögliche zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen prüfen.

Aktuelle Maßnahmen für mehr Sicherheit bei Rückhaltesystemen

Die Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Autobahnen und Schnellstraßen ist das zentrale Anliegen der ASFINAG. So werden jährlich rund 500 Millionen Euro, die Hälfte der Mittel aus dem Bauprogramm, in entsprechende Maßnahmen investiert. Erst im Lauf der vergangenen Monate hat die ASFINAG ein bundesweites Programm zur Schließung von Leitschienenlücken umgesetzt. Insbesondere bei Anfangselementen wurden die klassischen am Boden beginnenden Leitschienen entfernt und durch 1100 Stück seitlich nach außen verschwenkte ersetzt So wird verhindert, dass von der Fahrbahn abkommende Pkw wie durch eine Rampe hochgeschleudert wurden. Insgesamt wurden im Rahmen dieses Programms 170 Kilometer neue Leitschienen montiert.

Sogenannte Terminals wurden dort eingesetzt, wo eine seitliche Verschwenkung der Leitschiene nicht möglich ist, etwa als Anfangselement bei Autobahnabfahrten. Die neuen 600 Terminals sind so konstruiert, dass sie im Falle eines Aufpralles wie eine Ziehharmonika nachgeben, die einzelnen Bestandteile sich also ineinander schieben und so die Aufprall-Energie absorbieren. Vor Tunnelportalen, bei Autobahnabfahrten, bei größeren Abzweigungen, in Pannenbuchten fungieren 170 neue Anpralldämpfer beim Frontalaufprallen als zusätzliche externe "Airbags".

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