• 19.06.2012, 14:58:04
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ASFINAG: Absicherungssysteme auf Österreichs Autobahnen erfüllen alle Sicherheitsstandards

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Kritik an den
Absicherungssystemen auf Autobahnen durch Kärntens Landeshauptmann
Gerhard Dörfler stellt die ASFINAG klar: Die auf der A 2
Granitztalbrücke beim gestrigen tragischen Lkw-Unfall durchbrochenen
Rückhaltesysteme entsprechen den gültigen Standards und gesetzlichen
Anforderungen.

Bereits in den Jahren 2002 bis 2005 hat die ASFINAG zur Erhöhung
der Verkehrssicherheit ein umfassendes Programm zum Austausch von
Rückhaltesystemen in der Größenordnung von 250 Millionen Euro auf
einer Länge von 1.700 Kilometern umgesetzt. Dabei wurden auch die
sogenannten "Aufhaltestufen" der Rückhaltesysteme für Rand- und
Mittelabsicherung über die damaligen Richtlinien und Vorschriften für
den Straßenverkehr (RVS) hinaus erhöht. Weitere Rückhaltesysteme mit
höheren Aufhaltestufen werden sukzessive im Zuge von Sanierungen und
bei Neubauten angebracht.

Rückhaltesysteme besitzen immer physikalische Grenzen und müssen
Verformungen und Beschädigungen in gewissem Umfang zulassen, da
ansonsten die Anprallenergie für die anfahrenden Fahrzeuge zu groß
würde. Im Abhängigkeit des Anfahrwinkels, der Geschwindigkeit und des
Gewichtes des Fahrzeuges können auch Rückhaltesysteme der höchsten
Aufhaltestufe mit dem letztgültigen Stand der Technik durchbrochen
werden. Die ASFINAG bedauert den Unfall und wird wie bei sämtlichen
Unfällen mögliche zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen prüfen.

Aktuelle Maßnahmen für mehr Sicherheit bei Rückhaltesystemen

Die Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Autobahnen und
Schnellstraßen ist das zentrale Anliegen der ASFINAG. So werden
jährlich rund 500 Millionen Euro, die Hälfte der Mittel aus dem
Bauprogramm, in entsprechende Maßnahmen investiert. Erst im Lauf der
vergangenen Monate hat die ASFINAG ein bundesweites Programm zur
Schließung von Leitschienenlücken umgesetzt. Insbesondere bei
Anfangselementen wurden die klassischen am Boden beginnenden
Leitschienen entfernt und durch 1100 Stück seitlich nach außen
verschwenkte ersetzt So wird verhindert, dass von der Fahrbahn
abkommende Pkw wie durch eine Rampe hochgeschleudert wurden.
Insgesamt wurden im Rahmen dieses Programms 170 Kilometer neue
Leitschienen montiert.

Sogenannte Terminals wurden dort eingesetzt, wo eine seitliche
Verschwenkung der Leitschiene nicht möglich ist, etwa als
Anfangselement bei Autobahnabfahrten. Die neuen 600 Terminals sind so
konstruiert, dass sie im Falle eines Aufpralles wie eine
Ziehharmonika nachgeben, die einzelnen Bestandteile sich also
ineinander schieben und so die Aufprall-Energie absorbieren. Vor
Tunnelportalen, bei Autobahnabfahrten, bei größeren Abzweigungen, in
Pannenbuchten fungieren 170 neue Anpralldämpfer beim
Frontalaufprallen als zusätzliche externe "Airbags".

Rückfragehinweis:

ASFINAG
   Mag. Christoph Pollinger, M.A.
   Pressesprecher
   Tel.: +43 (0) 664 60108 - 16841
   mailto:[email protected]
   www.asfinag.at

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