Grayling PULSE Studie: PR trotzt der Krise

London/Wien (OTS) - Die PR-Branche wird trotz Krise weltweit an Bedeutung gewinnen, sie schafft es häufiger auf die Vorstandsebene und auch der Beitrag der Kommunikationsarbeit für den Unternehmenserfolg wird zunehmend erkannt. Zugleich sind zunehmende Vorsicht in der Budgetplanung, verstärktes Insourcing von PR-Kompetenzen und eine Verschiebung von Rahmenverträgen in Richtung Projektgeschäft zu verzeichnen. Während die Konsumenten von Unternehmen mehr Dialog statt Einwegkommunikation fordern, gilt Online-PR für viele Unternehmen und Organisationen nach wie vor als Versuchslabor. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der ersten Ausgabe von Grayling PULSE, einer künftig vierteljährlich erscheinenden internationalen Experten-Studie zu globalen Trends in der PR-Branche.

Über 1.200 Kommunikationsexpertinnen und -experten weltweit nahmen an der Grayling PULSE Online-Umfrage teil. Die ab nun quartalsmäßig durchgeführte Online-Befragung wird Daten und Erkenntnisse liefern, auf die sich Kommunikationsprofis in der Planung und Evaluierung ihrer Kommunikationsaktivitäten stützen können.

PR-Branche wächst - auf Projektbasis

Mehr als ein Fünftel der weltweit Befragten gibt an, dass - trotz Spardrucks der Unternehmen und der globalen wirtschaftlichen Instabilität - die Investitionen in PR-Aktivitäten grundsätzlich eher steigen werden. Am stärksten wachsen die PR-Ausgaben in der Asien-Pazifik-Region (17%), gefolgt vom Nahen Osten (9,2%). Vorsichtiger ist man aktuell in Westeuropa (12,2% meinen, die Budgets werden steigen, 28,9% - bleiben gleich, 13,7% - gehen zurück), global betrachtet erwarten lediglich 5% der Befragten einen Rückgang der PR-Budgets.

"Diese Zahlen bestätigen unsere Beobachtungen in der täglichen Arbeit mit nationalen und internationalen Kunden", sagt Sepp Tschernutter, CEO von Grayling in Österreich. "Die Veränderungen der Medienwelten, die Forderungen der Stakeholder nach Transparenz und echtem Dialog, das instabile wirtschaftliche Umfeld, der permanente Wandel innerhalb der Unternehmen, das Rütteln der kritischen Konsumenten an der Glaubwürdigkeit und den Versprechungen von Marken - all diese Veränderungen erhöhen den Bedarf an Beweisführung und somit an strategischer Kommunikation."

Aktuell werden Unternehmen und Organisationen in der Budget- und Ressourcenplanung vorsichtiger. 22,3% der Befragten sehen einen Rückgang im Bereich von langfristigen Beratungsverträgen, während 19,6% eine Steigerung bei kurzfristigeren Aufträgen auf Projektbasis erwarten. Im Moment geht die Tendenz in der PR-Beratung also mehr in Richtung projektspezifischer Aktivitäten und etwas weniger in langfristige Beratungsmandate. "Diese Entwicklung ist in der aktuellen wirtschaftlichen Situation nachvollziehbar, erschwert jedoch die klare und vor allem kontinuierliche strategische Positionierung von Unternehmen und Marken. Verliert ein Unternehmen aufgrund kurzfristiger Entscheidungen den Fokus auf das langfristig angelegte und wirkende Reputationsmanagement, so kann das rasch zum Bumerang werden", so Tschernutter.

Vorstandsebene nimmt PR ernst

Für 47% der Befragten werden die Sichtbarkeit und Relevanz von strategischer Kommunikation auf Vorstandsebene wichtiger, 55% sind der Ansicht, dass auch der wahrgenommene Wert der PR für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens weiter steigen wird. "Dieser Trend spiegelt sich auch in der Personalpolitik. 25,7% der Befragten erwarten, dass die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den diversen Kommunikationsabteilungen in den nächsten Quartalen eher steigen wird", so Tschernutter.

Konsumenten erwarten Dialogkommunikation statt Marketing

Der größte Umsatzzuwachs in der PR entfällt auf die Consumer & Retail Branche. 28% der Befragten geben an, dass die Budgets für Marken-PR steigen, 32% erwarten eine Zunahme an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesem Bereich, und 52% sagen, dass in diesem Sektor die Sichtbarkeit und Relevanz der PR-Arbeit auf Vorstandsebene wichtiger wird. Tschernutter: "Konsumenten erwarten von den Markenartiklern echten Dialog statt einfacher Slogans und Einwegkommunikation. Ebenso rücken Aspekte wie Nachhaltigkeit und soziales Verantwortungsbewusstsein stärker in den Fokus. Dialog, Transparenz und Authentizität zu vermitteln, sind klassische Kernaufgaben und Kernkompetenzen der PR."

Online-PR - für viele Unternehmen nach wie vor ein Versuchslabor

Wenig überraschend ist fast die Hälfte der Befragten der Meinung, dass in Zukunft noch stärker in Social Media und Digital PR investiert werden wird, wohingegen die Ausgaben für Corporate Communications und Reputation Management, CSR-Kommunikation und Krisenkommunikation gleich bleiben werden. "Das prognostizierte Wachstum in diesem Bereich hängt mit der Tatsache zusammen, dass viele Unternehmen Online-PR für sich erst entdecken und erschließen müssen. Es handelt sich also nicht ausschließlich um ein Mehr an Investitionen, in vielen Fällen geht es darum, dass, abseits von Marketing- und CRM-Aktivitäten, im Bereich des Reputation Management erstmals überhaupt strategisch investiert wird", so Tschernutter.

Über Grayling PULSE

Grayling PULSE ist eine globale Studie zu aktuellen und zukünftigen Trends in der PR. Dazu werden Kommunikationsprofis in Unternehmen, Organisationen und Agenturen weltweit vierteljährlich befragt. Der PULSE Report zeigt wichtige Veränderungen in der PR-Branche auf. Ermittelt werden Unterschiede nach Region, Branche, Kommunikationsdisziplinen, Budgets oder wahrgenommenem Wert der PR-und Kommunikationsarbeit für Unternehmen und Organisationen.

Für weitere Informationen und detaillierte Ergebnisse:
http://tinyurl.com/7okcc6t

Rückfragen & Kontakt:

Grayling Austria GmbH
Berith Hagvaag
Tel.: (01) 524 43 00/26
E-Mail: berith.hagvaag@grayling.com

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