- 19.06.2012, 12:08:13
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Grayling PULSE Studie: PR trotzt der Krise
London/Wien (OTS) - Die PR-Branche wird trotz Krise weltweit an
Bedeutung gewinnen, sie schafft es häufiger auf die Vorstandsebene
und auch der Beitrag der Kommunikationsarbeit für den
Unternehmenserfolg wird zunehmend erkannt. Zugleich sind zunehmende
Vorsicht in der Budgetplanung, verstärktes Insourcing von
PR-Kompetenzen und eine Verschiebung von Rahmenverträgen in Richtung
Projektgeschäft zu verzeichnen. Während die Konsumenten von
Unternehmen mehr Dialog statt Einwegkommunikation fordern, gilt
Online-PR für viele Unternehmen und Organisationen nach wie vor als
Versuchslabor. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der ersten Ausgabe
von Grayling PULSE, einer künftig vierteljährlich erscheinenden
internationalen Experten-Studie zu globalen Trends in der PR-Branche.
Über 1.200 Kommunikationsexpertinnen und -experten weltweit nahmen
an der Grayling PULSE Online-Umfrage teil. Die ab nun quartalsmäßig
durchgeführte Online-Befragung wird Daten und Erkenntnisse liefern,
auf die sich Kommunikationsprofis in der Planung und Evaluierung
ihrer Kommunikationsaktivitäten stützen können.
PR-Branche wächst - auf Projektbasis
Mehr als ein Fünftel der weltweit Befragten gibt an, dass - trotz
Spardrucks der Unternehmen und der globalen wirtschaftlichen
Instabilität - die Investitionen in PR-Aktivitäten grundsätzlich eher
steigen werden. Am stärksten wachsen die PR-Ausgaben in der
Asien-Pazifik-Region (17%), gefolgt vom Nahen Osten (9,2%).
Vorsichtiger ist man aktuell in Westeuropa (12,2% meinen, die Budgets
werden steigen, 28,9% - bleiben gleich, 13,7% - gehen zurück),
global betrachtet erwarten lediglich 5% der Befragten einen Rückgang
der PR-Budgets.
"Diese Zahlen bestätigen unsere Beobachtungen in der täglichen
Arbeit mit nationalen und internationalen Kunden", sagt Sepp
Tschernutter, CEO von Grayling in Österreich. "Die Veränderungen der
Medienwelten, die Forderungen der Stakeholder nach Transparenz und
echtem Dialog, das instabile wirtschaftliche Umfeld, der permanente
Wandel innerhalb der Unternehmen, das Rütteln der kritischen
Konsumenten an der Glaubwürdigkeit und den Versprechungen von Marken
- all diese Veränderungen erhöhen den Bedarf an Beweisführung und
somit an strategischer Kommunikation."
Aktuell werden Unternehmen und Organisationen in der Budget- und
Ressourcenplanung vorsichtiger. 22,3% der Befragten sehen einen
Rückgang im Bereich von langfristigen Beratungsverträgen, während
19,6% eine Steigerung bei kurzfristigeren Aufträgen auf Projektbasis
erwarten. Im Moment geht die Tendenz in der PR-Beratung also mehr in
Richtung projektspezifischer Aktivitäten und etwas weniger in
langfristige Beratungsmandate. "Diese Entwicklung ist in der
aktuellen wirtschaftlichen Situation nachvollziehbar, erschwert
jedoch die klare und vor allem kontinuierliche strategische
Positionierung von Unternehmen und Marken. Verliert ein Unternehmen
aufgrund kurzfristiger Entscheidungen den Fokus auf das langfristig
angelegte und wirkende Reputationsmanagement, so kann das rasch zum
Bumerang werden", so Tschernutter.
Vorstandsebene nimmt PR ernst
Für 47% der Befragten werden die Sichtbarkeit und Relevanz von
strategischer Kommunikation auf Vorstandsebene wichtiger, 55% sind
der Ansicht, dass auch der wahrgenommene Wert der PR für den
wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens weiter steigen wird.
"Dieser Trend spiegelt sich auch in der Personalpolitik. 25,7% der
Befragten erwarten, dass die Zahl der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in den diversen Kommunikationsabteilungen in den nächsten
Quartalen eher steigen wird", so Tschernutter.
Konsumenten erwarten Dialogkommunikation statt Marketing
Der größte Umsatzzuwachs in der PR entfällt auf die Consumer &
Retail Branche. 28% der Befragten geben an, dass die Budgets für
Marken-PR steigen, 32% erwarten eine Zunahme an Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern in diesem Bereich, und 52% sagen, dass in diesem Sektor
die Sichtbarkeit und Relevanz der PR-Arbeit auf Vorstandsebene
wichtiger wird. Tschernutter: "Konsumenten erwarten von den
Markenartiklern echten Dialog statt einfacher Slogans und
Einwegkommunikation. Ebenso rücken Aspekte wie Nachhaltigkeit und
soziales Verantwortungsbewusstsein stärker in den Fokus. Dialog,
Transparenz und Authentizität zu vermitteln, sind klassische
Kernaufgaben und Kernkompetenzen der PR."
Online-PR - für viele Unternehmen nach wie vor ein
Versuchslabor
Wenig überraschend ist fast die Hälfte der Befragten der Meinung,
dass in Zukunft noch stärker in Social Media und Digital PR
investiert werden wird, wohingegen die Ausgaben für Corporate
Communications und Reputation Management, CSR-Kommunikation und
Krisenkommunikation gleich bleiben werden. "Das prognostizierte
Wachstum in diesem Bereich hängt mit der Tatsache zusammen, dass
viele Unternehmen Online-PR für sich erst entdecken und erschließen
müssen. Es handelt sich also nicht ausschließlich um ein Mehr an
Investitionen, in vielen Fällen geht es darum, dass, abseits von
Marketing- und CRM-Aktivitäten, im Bereich des Reputation Management
erstmals überhaupt strategisch investiert wird", so Tschernutter.
Über Grayling PULSE
Grayling PULSE ist eine globale Studie zu aktuellen und
zukünftigen Trends in der PR. Dazu werden Kommunikationsprofis in
Unternehmen, Organisationen und Agenturen weltweit vierteljährlich
befragt. Der PULSE Report zeigt wichtige Veränderungen in der
PR-Branche auf. Ermittelt werden Unterschiede nach Region, Branche,
Kommunikationsdisziplinen, Budgets oder wahrgenommenem Wert der PR-
und Kommunikationsarbeit für Unternehmen und Organisationen.
Für weitere Informationen und detaillierte Ergebnisse:
http://tinyurl.com/7okcc6t
Rückfragehinweis:
Grayling Austria GmbH
Berith Hagvaag
Tel.: (01) 524 43 00/26
E-Mail: [email protected]
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