- 19.06.2012, 11:17:58
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ÖAMTC-Expertenforum "Mobilität in der Zukunft - Anforderungen und Lösungsansätze der verschiedenen Verkehrsmittel"
Auf dem Weg zu einer umweltverträglichen Mobilität
Wien (OTS) - Am Dienstag, den 19. Juni konnten
ÖAMTC-Generalsekretär Oliver Schmerold und der Vorstand des Instituts
für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der TU Wien (IFA), Bernhard
Geringer, namhafte internationale Experten im Festsaal der
Technischen Universität Wien begrüßen. Im Zuge des gemeinsam
veranstalteten Expertenforums zum Thema "Mobilität in der Zukunft"
wurden den interessierten Zuhörern Anforderungen, Lösungsansätze
sowie die neuesten Entwicklungen aus den unterschiedlichen Bereichen
der Mobilität präsentiert.
"Mobilität wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen", stellte
Gabriele Gerhardter von der Abteilung Innovation und Mobilität des
ÖAMTC gleich zu Beginn fest. "Doch die Mobilitätslösungen werden
andere sein, als wir sie heute gewohnt sind." Grund dafür sind vor
allem die demografischen und räumlichen Veränderungen, die ein Um-
und Weiterdenken notwendig machen.
Pim van der Jagt, Geschäftsführer des Ford Forschungszentrums
Aachen thematisierte zunächst die stetige Zunahme des weltweiten
Fahrzeugbestands, um dann mögliche technische Lösungen zur
Bewältigung des Verkehrsaufkommens aufzuzeigen. Neben der
Weiterentwicklung alternativer Antriebsformen, beschäftigt sich Ford
bereits seit vielen Jahren mit der effizienten und ökologisch
sinnvollen Organisation wachsender Verkehrsströme. "Intelligente
Verkehrsleitsysteme die beispielsweise die Verkehrsdichte berechnen
und diese Informationen an die beteiligten Fahrzeuge weitergeben,
vermeiden Staus und verbessern den Verkehrsfluss", beschreibt van der
Jagt. "So wird eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der
Abgasbelastung erzielt."
Der zunehmende Zuzug in die Ballungszentren steht im Fokus der
Bemühungen der Hyundai Import GmbH auf der Suche nach der best
möglichen Mobilität. "Das bezieht sich in erster Linie auf die Form,
Größe und Ausstattung der Fahrzeuge", berichtete Thomas-Alexander
Schmid. "Um möglichst nahe an den jeweiligen Kundenbedürfnissen zu
sein, obliegt die konkrete Entwicklung allerdings den regionalen
Designzentren." Parallel dazu werden jedoch auch großangelegte
Feldversuche mit neuen Antriebstechnologien, wie beispielsweise
Elektro- und Brennstoffzellen/Wasserstoffantrieb unter
Echtbedingungen durchgeführt.
Über den Bus als zentrales Element in Zeiten intelligenter und
vernetzter Mobilität wiederum sprach Michael Doktor, Leiter
strategische Projekte & neue Märkte bei Daimler Buses. "Aufgrund der
Zuverlässigkeit und Flexibilität werden Busse zunehmend geschätzt.
Darüber hinaus ist der Reisebus mit nur 1,4 Litern Diesel und 3,1
Kilogramm CO2 pro Person je 100 Kilometer das ökologischste
Verkehrsmittel." Hinzu kommt, dass Hybrid- und Brennstoffzellenbusse
bereits auf dem Vormarsch sind.
Da die Entwicklung eines neuen Flugzeugs rund zehn Jahre in
Anspruch nimmt, müssen deren Konstrukteure bereits heute die Trends
von übermorgen erkennen. "Die Flugzeuge der Zukunft werden leiser und
noch umweltfreundlicher sein sowie eine deutlich bessere
Energiebilanz als heute haben", erklärte Nico Buchholz, Leiter
Konzernflotte der Lufthansa. Berechnet man den Treibstoffverbrauch
pro Passagier auf 100 Kilometer, gibt es mit dem A380 bereits heute
ein Drei-Liter-Flugzeug. Da die Lufthansa Vorreiter beim Thema
Ökoeffizienz ist, sind ihre Erfahrungen und ihr Wissen bei den
Herstellern Airbus und Boeing besonders geschätzt.
Franz Proksch von Siemens Rail Systems CEE zeigte am Beispiel Wien
die Verkehrswege-Aufteilung zwischen Pkw, öffentlichen und sonstigen
Verkehrsmitteln. "Die aktuellen Zuwachsraten im schienengebundenen
Verkehr bestätigen den eingeschlagenen Weg. Straßenbahn und Co
punkten vor allem durch den flexiblen Fahrzeugeinsatz, besondere
Komfortmerkmale und die unüberbietbare Schnelligkeit von
Ort-zu-Ort-Verbindungen."
"Bei den Großdieselmotoren wie sie in Schiffen in Verwendung sind,
werden niedrigere Emissionen genauso erreicht wie beim Pkw",
erläuterte Christian Poengsen von MAN. "Neben innermotorischen
Maßnahmen ist auch eine Entstickung und Entschwefelung der Abgase
notwendig." MAN arbeitet aber auch an Alternativen zu den
herkömmlichen Antriebskonzepten mit Schweröl. "Dabei handelt es sich
einerseits um Mehrstoffmotoren, die mit Schweröl, reinem Dieselöl
oder Erdgas betrieben werden", berichtete Poengsen. "Andererseits
sind das aber auch Gasmotoren, die Erdgas oder Flüssiggas als
Brennstoff verwenden."
Trotz der vielen unterschiedlichen Betrachtungsweisen hat das
ÖAMTC-Expertenforum eines deutlich gezeigt: Ohne Mobilität ist eine
moderne Gesellschaft nicht mehr denkbar. Auch steht außer Zweifel,
dass der Bedarf an Mobilität weiter steigen wird. Aus diesem Grund
wird überall in die Bereiche Forschung und Technologie investiert, um
Innovationen voran zu treiben. Dabei gehrt es nicht nur um Komfort
und Wirtschaftlichkeit, sondern in erster Linie auch um
Umweltverträglichkeit.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Ralph Schüller
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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