ÖSTERREICH: Zeuge belastet Mensdorff und Ulmer

"Whistleblower" in der Causa Tetron: "Mensdorff-Pouilly verlangte vier Millionen" - Petzner übermittelt brisantes Dokument an Justiz

Wien (OTS) - Von einer neuen Wende im Fall Blaulicht-Funk
berichtet ÖSTERREICH (Dienstagausgabe): Ein Dokument, das ein Whistleblower - konkret ein Unternehmens-Insider - an den BZÖ-Abgeordneten Stefan Petzner übermittelte, belastet den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly aber auch den früheren Kabinettschef des Innenministeriums, Christoph Ulmer.

Der Zeuge schreibt: "Mensdorff-Pouilly erschien bei uns auf Empfehlung von Hrn. Ulmer (...) Verlangt wurden von Alfons Mensdorff-Pouilly rund 4 Millionen Euro, die (...) in den Projektplanungskosten budgetiert wurden. Allerdings ging unsere Geschäftsführung auf dieses "Angebot" nicht ein, da es- speziell aufgrund der Position des Grafen-Empfehlers, Hrn. Ulmer, der immerhin eine entscheidende Funktion im Innenministerium innehatte - nicht mit unseren Compliance-Regeln vereinbar schien. ( ) Ich ärgere mich heute noch sehr über diese Frechheit Ulmers." Der Insider vermutet, dass es beim Tetron-Konsortium ebenfalls so lief, er ortet in Mensdorff, Ulmer sowie zwei weiteren Beteiligten ein "Kleeblatt der Korruption".

Petzner hat das Dokument bereits an die Staatsanwaltschaft übermittelt - aus "Rücksicht auf die Identität des Zeugen" wolle er es nicht im U-Ausschuss präsentieren. Der Insider nenne Zeugen und genaue Details der Gespräche. Petzner sieht Mensdorff dadurch "schwer belastet, auch die Rolle Ulmers wird immer deutlicher".

Harald Schuster, Anwalt von Mensdorff, wollte zu dem Dokument nichts sagen, er kenne es nicht. Schuster wies aber generell den Vorwurf der Bestechung zurück. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

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