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Rennhofer: NÖ Landtag sagt "NEIN" zum weiteren Ausbau des AKW Temelin

Initiative der VP NÖ wird von allen Landtagsfraktionen unterstützt

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Der Niederösterreichische Landtag sagt 'Nein' zum weiteren Ausbau des AKW Temelin. Ich freue mich, dass alle Landtagsfraktionen unsere Initiative unterstützten und der Antrag einstimmig angenommen wurde. Damit spiegelt sich die klare Anti-Atom-Politik des Landes Niederösterreichs wider", erklärt VP-Umweltsprecher LAbg. Franz Rennhofer im Anschluss an den Budgetlandtag.

"Zurzeit läuft das grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren für den Ausbau des tschechischen Atomkraftwerks Temelin Block 3 und 4. Das Vorhaben umfasst den Bau neuer Anlagen mit einer Leistung von bis zu 3.400 MW. Das Land Niederösterreich hat sich von Beginn an gegen dieses Vorhaben ausgesprochen und bereits im UVP-Vorverfahren im Jahre 2011 eine umfangreiche negative Stellungnahme abgegeben. Außerdem langten 285 umfassende Stellungnahmen von niederösterreichischen Bürgerinnen und Bürgern in den vergangenen Wochen ein, die sich gegen den Ausbau des tschechischen Atomkraftwerks ausgesprochen haben", informiert Rennhofer.

"Unsere Hauptkritikpunkte sind die ungeklärten Fragen um die Erdbebensicherheit des Standortes, die Atommülllagerung, die Haftung bei schweren Unfällen sowie das UVP-Verfahren selbst. Außerdem hat das tschechische Energieunternehmen CEZ nach wie vor kein beurteilungsfähiges Projekt vorgelegt. Es ist also nicht klar, welcher Kraftwerkstyp am Standort Temelin errichtet werden soll", so VP-Umweltsprecher.

"Ein schwerer Störfall hätte nicht nur Folgen für die tschechische Republik, auch die angrenzenden Länder wie Deutschland oder eben auch Österreich würden von den Auswirkungen nicht verschont bleiben. Gerade die tragischen Ereignisse in Japan vor etwas mehr als einem Jahr hätten selbst den letzten Atomkraft-Befürwortern die Augen über die Gefahren dieser Methode zur Energiegewinnung öffnen müssen. Umso unverständlicher ist es für mich, wenn sich der tschechische Außenminister in der 'Süddeutschen Zeitung' für den Ausbau von Temelin ausspricht. Dieses Bekenntnis zur Atomkraft ist ein Schlag ins Gesicht für all jene besorgte Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, die in Nähe von grenznahen Atomkraftwerken leben und nach den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima in ständiger Sorge leben. Auch wenn ein Atomausstieg großzügige Übergangszeiten und immense Kraftanstrengungen bedeuten, so müssten zumindest europaweite Ausstiegsplane in absehbarer Zeit auf den Tisch gelegt werden", steht für Rennhofer fest.

"Mit der einstimmigen Annahme des Antrags erfährt auch die konsequente Anti-Atomenergie-Politik von Landesrat Stephan Pernkopf eine weitere Unterstützung. Außerdem ist unsere Antwort auf das Nein zum Atomstrom die Fortsetzung des Ausbaus der erneuerbaren Energiequellen in Niederösterreich. Nur so kann uns die Energiewende gelingen", so VP-Umweltsprecher Rennhofer.

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