• 18.06.2012, 09:48:50
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Rennhofer: NÖ Landtag sagt "NEIN" zum weiteren Ausbau des AKW Temelin

Initiative der VP NÖ wird von allen Landtagsfraktionen unterstützt

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Der Niederösterreichische Landtag sagt
'Nein' zum weiteren Ausbau des AKW Temelin. Ich freue mich, dass alle
Landtagsfraktionen unsere Initiative unterstützten und der Antrag
einstimmig angenommen wurde. Damit spiegelt sich die klare
Anti-Atom-Politik des Landes Niederösterreichs wider", erklärt
VP-Umweltsprecher LAbg. Franz Rennhofer im Anschluss an den
Budgetlandtag.

"Zurzeit läuft das grenzüberschreitende
Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren für den Ausbau des
tschechischen Atomkraftwerks Temelin Block 3 und 4. Das Vorhaben
umfasst den Bau neuer Anlagen mit einer Leistung von bis zu 3.400 MW.
Das Land Niederösterreich hat sich von Beginn an gegen dieses
Vorhaben ausgesprochen und bereits im UVP-Vorverfahren im Jahre 2011
eine umfangreiche negative Stellungnahme abgegeben. Außerdem langten
285 umfassende Stellungnahmen von niederösterreichischen Bürgerinnen
und Bürgern in den vergangenen Wochen ein, die sich gegen den Ausbau
des tschechischen Atomkraftwerks ausgesprochen haben", informiert
Rennhofer.

"Unsere Hauptkritikpunkte sind die ungeklärten Fragen um die
Erdbebensicherheit des Standortes, die Atommülllagerung, die Haftung
bei schweren Unfällen sowie das UVP-Verfahren selbst. Außerdem hat
das tschechische Energieunternehmen CEZ nach wie vor kein
beurteilungsfähiges Projekt vorgelegt. Es ist also nicht klar,
welcher Kraftwerkstyp am Standort Temelin errichtet werden soll", so
VP-Umweltsprecher.

"Ein schwerer Störfall hätte nicht nur Folgen für die tschechische
Republik, auch die angrenzenden Länder wie Deutschland oder eben auch
Österreich würden von den Auswirkungen nicht verschont bleiben.
Gerade die tragischen Ereignisse in Japan vor etwas mehr als einem
Jahr hätten selbst den letzten Atomkraft-Befürwortern die Augen über
die Gefahren dieser Methode zur Energiegewinnung öffnen müssen. Umso
unverständlicher ist es für mich, wenn sich der tschechische
Außenminister in der 'Süddeutschen Zeitung' für den Ausbau von
Temelin ausspricht. Dieses Bekenntnis zur Atomkraft ist ein Schlag
ins Gesicht für all jene besorgte Niederösterreicherinnen und
Niederösterreicher, die in Nähe von grenznahen Atomkraftwerken leben
und nach den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima in ständiger
Sorge leben. Auch wenn ein Atomausstieg großzügige Übergangszeiten
und immense Kraftanstrengungen bedeuten, so müssten zumindest
europaweite Ausstiegsplane in absehbarer Zeit auf den Tisch gelegt
werden", steht für Rennhofer fest.

"Mit der einstimmigen Annahme des Antrags erfährt auch die
konsequente Anti-Atomenergie-Politik von Landesrat Stephan Pernkopf
eine weitere Unterstützung. Außerdem ist unsere Antwort auf das Nein
zum Atomstrom die Fortsetzung des Ausbaus der erneuerbaren
Energiequellen in Niederösterreich. Nur so kann uns die Energiewende
gelingen", so VP-Umweltsprecher Rennhofer.

Rückfragehinweis:
Volkspartei Niederösterreich, Presse
Mag.(FH) Martin Brandl
Tel.: 02742/9020 DW 140, Mob: 0664/1464897
mailto:[email protected]
www.vpnoe.at

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