• 15.06.2012, 17:00:32
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Verbesserter Hochwasserschutz: Mehr Sicherheit für die Menschen

LH Wallner und LR Schwärzler: Erfolgreiche Fertigstellung der Hochwasserschutzprojekte für Bezau, Mellau und Reuthe

Bezau (OTS/VLK) - Vorarlberg setzt auf einen Integralen
Hochwasserschutz, betonte der Landeshauptmann bei der feierlichen
Eröffnung der Hochwasserschutzprojekte für Bezau, Mellau und Reuthe.
Der ganzheitliche, umfassende Ansatz umschließt die räumliche
Vorsorge ebenso wie den privaten und betrieblichen Objektschutz, den
Schutzwasserbau und den Katastrophenschutz.

Ein farbenfrohes "Achfest" wurde heute, Freitag (15. Juni),
anlässlich der erfolgreichen Fertigstellung der
Hochwasserschutzprojekte für Bezau, Mellau und Reuthe am Fußballplatz
in Bezau gefeiert. Zum Festakt erschienen ist neben Landeshauptmann
Markus Wallner, dem für Schutzwasserbau zuständigen Landesrat Erich
Schwärzler und den drei Bürgermeistern der Standortgemeinden auch
Bundesminister Niki Berlakovich. Die Besucherinnen und Besucher
erwartete ein erlebnisreiches Rahmenprogramm rund um die
Themenbereiche Hochwasserschutz und Lebensraum Wasser.

"Weil es in der Natur keine absolute Sicherheit gibt, stellt sich
das Land dem unvermeidbaren Restrisiko so konstruktiv wie möglich. Je
bewusster uns die Gefahren der Natur sind, desto größer ist das
Verständnis für die wichtigen Investitionen in diesem Bereich",
erläuterte Wallner. Mit den erfolgreich umgesetzten Projekten in
Bezau, Reuthe und Mellau sei der Schutz für die Bevölkerung vor Ort
weiter verbessert worden.

Starke Partnerschaft fortsetzen

Die verwirklichten Maßnahmen sind für den Landeshauptmann auch
gute Beispiele für gelebte Zusammenarbeit zwischen Bund, Land und
Gemeinden. Diese starke Partnerschaft gelte es zum Wohle der
Bevölkerung weiter fortzusetzen, so Wallner. Von Seiten Vorarlbergs
werden weitere Anstrengungen in Form eines Aktionsplans unternommen,
der vorsieht, von 2005 bis 2020 weitere Investitionen im Umfang von
rund 340 Millionen Euro in den Hochwasserschutz vorzunehmen.

Ihren Dank für die erfolgreich durchgeführten Projekte in Bezau,
Reuthe und Mellau richteten Landeshauptmann Wallner und Landesrat
Schwärzler an Bundesminister Berlakovich, an die Bürgermeister, an
alle Grundbesitzer, die ihre Flächen zur Verfügung gestellt haben, an
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Ingenieursbüros,
an die beteiligten Handwerker und Bauarbeiter sowie an die Abteilung
Wasserwirtschaft, die alle Projekte von Anfang an begleitet hat.

Umfangreiche Baumaßnahmen

Das verheerende Jahrhunderthochwasser in Vorarlberg im August 2005
hat massive Schäden in nahezu allen Landesteilen verursacht. Schwer
betroffen waren auch die drei Bregenzerwälder Gemeinden Bezau, Mellau
und Reuthe. Gemeinsam mit dem Bund haben Land und Gemeinden seither
kräftig in die Verbesserung des Hochwasserschutzes vor Ort
investiert. Am Grebenbach in Bezau wurde mit dem Retentionsbecken
Mösle ein Hochwasserückhaltebereich oberhalb des Ortzentrums
geschaffen. An der Bregenzerach wurde durch Gerinneaufweitungen bzw.
dort, wo dies nicht möglich war, durch Sohleintiefung der
Hochwasserschutz für Bezau, Reuthe und Mellau verbessert. Bei der
Umsetzung der Projekte wurde darauf geachtet, dass eine gute Mischung
zwischen notwendigen harten Verbauungen sowie naturnaher Gestaltung
ermöglicht wurde. In Mellau wurde begleitend zu den Baumaßnahmen auch
ein Flussinfo-Pfad errichtet. Dieser bietet interessante
Erläuterungen zum Thema Hochwasserschutz sowie zum Ökosystem Fluss.

Während die Ufer von Bächen und Flüssen in der Folge
jahrzehntelang hart verbaut wurden, zielt der moderne Schutzwasserbau
neben dem vorrangigen Schutz des Menschen auch auf den
verantwortungsvollen Umgang mit den sensiblen Ökosystemen im und am
Wasser ab, um das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur langfristig
zu sichern. Dies ist besonders in der Talschaft des Bregenzerwaldes
mit ihren intensiv genutzten Flächen entlang der Bregenzerach eine
große Herausforderung.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20145, Fax: 05574/511-920196
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse
   
   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

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