- 15.06.2012, 14:00:47
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Niederösterreich fordert EU-Subventions-Stopp für Atomkraft
Pernkopf: EU braucht Bekenntnis für erneuerbare Energie und gegen Atomkraft
St. Pölten (OTS/NLK) - Anlässlich der Umweltreferentenkonferenz
der Länder heute, Freitag, 15. Juni, in Vorarlberg, fordert
Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf einen EU-weiten
Subventions-Stopp für Atomkraft. Ein Beschluss dazu wurde einstimmig
von allen Bundesländern verabschiedet.
Derzeit diskutieren die Wirtschafts- und Energieminister auf
EU-Ebene AKW-Stresstests und die europäische Energiestrategie 2050.
Bereits im Vorfeld wurde über den Vorstoß von Großbritannien,
Frankreich, Polen und Tschechien berichtet, wonach diese Länder nicht
nur weiter auf Atomkraft setzen, sondern den Bau neuer Atomkraftwerke
auch mit Euro-Milliarden aus den EU-Fördertöpfen finanzieren wollen.
"Angesichts der Auswirkungen von Tschernobyl und Fukushima
erscheint es grotesk, dass die Atomlobby nach wie vor die Hand nach
EU-Steuergeldern ausstreckt. Der Idee einiger Mitgliedsstaaten,
Atomkraftwerke künftig - so wie Photovoltaikanlagen oder Windräder -
als 'emissionsarme Technologien' einzustufen, muss eine klare Absage
erteilt werden", so Pernkopf.
Vielmehr geht es darum, rasch den Subventions-Hahn für Atomkraft
zu schließen. Laut Schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA)
betragen die Förderungen aus öffentlichen Mitteln an die
Atomindustrie weltweit etwa 45 Milliarden Dollar jährlich. In der EU
fließe rund ein Drittel der öffentlichen Energieforschungsmittel in
die Atomkraft.
"Ich erwarte mir vom Treffen der europäischen Wirtschafts- und
Energieminister in Luxemburg ein Bekenntnis der EU für den Ausbau der
Energieeffizienz und der erneuerbaren Energie. Gleichzeitig braucht
es ein klares Zeichen, dass der Ausbau der Atomkraft nicht im Sinne
einer europäischen Energiestrategie bis 2050 sein kann - deshalb
müssen die Subventionen für Atomkraft auch zurückgefahren werden", so
Pernkopf abschließend.
Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, Mag. Markus Habermann,
Telefon 02742/9005-15473, e-mail markus.habermann@noel.gv.at.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk
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