- 14.06.2012, 10:02:03
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ÖAMTC: Vorsicht Falle - Wie man Pleiten im Urlaubsparadies vorbeugen und sie im Notfall bewältigen kann, Teil 1 (+ Grafiken)
Reiselaune der Österreicher nach wie vor ungebrochen - aber auch Anzahl der Beschwerdefälle steigt
Wien (OTS) - Aus dem ÖAMTC-Reisemonitoring 2012 geht hervor, dass
die Reiselaune der Österreicher nach wie vor ungebrochen ist. Die
repräsentative Studie des Clubs wurde im April 2012 vom Market
Institut durchgeführt, 1.008 Österreicher ab 15 Jahren wurden
telefonisch interviewt. Das Ergebnis: 62 Prozent der Befragten gaben
an, dass sie auf jeden Fall auf Urlaub fahren wollen, 20 Prozent
waren zum Zeitpunkt der Umfrage noch unentschlossen. "Beliebteste
Destination der Österreicher ist nach wie vor Italien. 14 Prozent der
Urlauber planen eine Reise zu unseren südlichen Nachbarn", hält
ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant fest. Jeweils acht Prozent der
Reiselustigen bevorzugen Kroatien und Spanien, dahinter folgen
Griechenland (sechs Prozent) und die Türkei (fünf Prozent). Außerhalb
von Europa sind Ägypten (drei Prozent) und die Karibik (zwei Prozent)
am beliebtesten.
Im Urlaubsparadies warten aber nicht nur Erholung und Sehenswertes
auf die Touristen. "Jahr für Jahr sehen sich zahlreiche
österreichische Urlauber mit Überraschungen konfrontiert, auf die sie
gut verzichten könnten", schildert die ÖAMTC-Reiseexpertin. "Die
Rechtsberatung des Clubs verzeichnet während der vergangenen Jahre
eine kontinuierliche Zunahme an Beschwerdefällen. Juristische
Notfälle am Wochenende oder in den Nachtstunden sind gerade in der
Reisesaison keine Seltenheit." Gleiches gilt für die
Schutzbrief-Nothilfezentrale des ÖAMTC, in der speziell in den
Sommermonaten die Telefone heiß laufen. Die Probleme reichen dabei
von unberechtigtem Abkassieren über Unfälle und Krankheiten bis hin
zu Schwierigkeiten mit Fahrverboten, Mietwägen und Mitführpflichten.
ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe verzeichnet jährlich rund 130.000
Anrufe wegen Urlaubsproblemen
Mit defektem Fahrzeug liegengeblieben, hohe Arztrechnungen nachdem
man am Buffet etwas Falsches gegessen hat, Verletzungen nach
Unfällen, Verlust von Geld und Dokumenten nach einem Überfall - die
Liste der Probleme, mit denen sich verzweifelte Urlauber an die
ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe wenden, ist lang. "Genau 130.667-mal
läuteten im vergangenen Jahr in der Nothilfe-Zentrale des Clubs die
Telefone. Allein in den Sommermonaten rechnen wir auch heuer wieder
mit bis zu 700 Anrufen pro Tag", berichtet Michael Tagunoff, Leiter
der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. "Die Menschen am anderen Ende der
Leitung befinden sich immer in einer kleineren oder größeren Notlage,
die ihr Urlaubsvergnügen abrupt beendet hat." 29.982 Nothilfen wurden
vom Club 2011 geleistet, für 1.854 erkrankte oder verletzte Urlauber
wurde der Heimtransport organisiert.
"Das Wichtigste ist in jedem Fall, sofort bei Auftauchen eines
Problems bei der Schutzbrief-Nothilfe anzurufen. Selbst sollte man so
wenig wie möglich organisieren", hält der ÖAMTC-Experte fest. "Je
früher der Club in einen Fall involviert ist, desto effizienter kann
geholfen werden."
Hohe Kosten bei Krankheit oder Verletzung im Ausland
Wie kostenintensiv eine Krankheit im Ausland werden kann, zeigt
der teuerste Fall der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe im vergangenen Jahr.
Der Niederösterreicher Herr K. erkrankte in Alanya, die Kosten für
die Behandlung beliefen sich auf rund 14.000 Euro und der
Heimtransport auf weitere 16.000 Euro, die vom ÖAMTC übernommen
wurden.
Auch viele Unfälle erfordern die Hilfe des ÖAMTC im Ausland. So
verletzte sich Herr A. aus Oberösterreich auf Teneriffa. Der
Abenteuer-Sportler stürzte beim Gleitschirmfliegen aus 30 Metern Höhe
ab und zog sich schwere Frakturen zu. Der Club organisierte den
Heimtransport mittels Jet und übernahm für den Schutzbrief-Inhaber
die Kosten von 18.750 Euro.
Ein besonders dramatischer, aktueller Fall betrifft Herrn N. aus
Linz. Er erlitt in Mombasa einen Darmdurchbruch und wird heute,
Donnerstag, mit dem ÖAMTC-Ambulanzjet zurück nach Österreich geholt.
Die Kosten für Behandlung und Transport belaufen sich auf rund 95.000
Euro und werden dank Weltreisekrankenschutz zur Gänze vom ÖAMTC
übernommen.
(Forts.)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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