• 14.06.2012, 09:42:49
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Heuschreckenplage in Sahelzone verschärft Hungerkrise

Diakonie ruft zu Spenden auf

Wien (OTS) - Wüstenheuschrecken aus den Grenzregionen Algeriens
und Libyens wandern derzeit in riesigen Schwärmen nach Süden. Laut
der Welternährungsorganisation FAO ist zu erwarten, dass die frisch
gekeimte Saat in der Sahelzone den hungrigen Insekten zum Opfer
fallen wird.

Lokale Projektpartner der Diakonie Katastrophenhilfe beobachten
bereits erste Schäden an Gemüsefeldern. Simon Herten, Leiter des
Diakonie Katastrophenhilfe-Büros im Tschad berichtet von seiner
jüngsten Rundreise: "Auf der Rückfahrt sind wir durch einen
regelrechten Heuschrecken- Sturm gefahren, die springen, fliegen bis
zu 3 Meter über dem Boden und kommen in unglaublichen Massen."

Die plötzliche Vermehrung der Heuschrecken in Algerien und Libyen
ist auch eine Folge der dort stattfindenden politischen Unruhen,
wodurch landwirtschaftliche Maßnahmen gegen unkontrollierte
Heuschrecken-Vermehrung ausblieben.

Für die Menschen in der westlichen Sahelregion verschärft sich
durch die Heuschrecken die ohnehin akute Nahrungsmittelunsicherheit.
Anhaltende Dürre in den letzten Monaten führte zu schlechten Ernten
und die Menschen in vielen Dörfern in Burkina Faso, in Niger und im
Tschad aktivieren schon ihre Not-Strategien gegen den Hunger.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden, um
besonders Kleinkinder rechtzeitig mit Lebensmitteln versorgen zu
können.

Spendenkonto: PSK 23.13.300, BLZ 60.000, Spendenzweck "Sahel"

Rückfragehinweis:
Petra Jens, Diakonie Österreich, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: (+43) 1 409 80 01-14, Mobil: (+43) 664 314 93 95
E-Mail: [email protected]. Web: www.diakonie.at

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