Neues ÄsthOp Gesetz passiert den Ministerrat: Dr. Jörg Knabl begrüßt strengere Regeln für Schönheitsoperationen

Wien (OTS) - Dr. Jörg Knabl, Facharzt für plastische Chirurgie in Wien, begrüßt das neue ÄsthOP-Gesetz, das am Dienstag den Ministerrat passierte und per 1. Jänner 2013 in Kraft treten soll.

"Fehlende gesetzliche Qualifikationskriterien waren seit jeher eine grundlegende Problematik in der Schönheitschirurgie", so Knabl. Im Bereich der Schönheitschirurgie existieren nach wie vor keine allgemein gültigen nationalen oder internationalen Qualitäts- und vor allem Qualifikationskriterien. Es gibt viele Gesellschaften mit eigenen Regeln. "Eine einheitliche Zertifizierung des handwerklichen und planerischen Könnens würde viele Probleme lösen", so Knabl.

Derzeit garantiert nur die Ausbildung zum Facharzt für Plastische und Wiederherstellungschirurgie den Umgang mit den Grundprinzipien der Schönheitschirurgie.

Genau hier können bei Patienten und Patientinnen gefährliche Missverständnisse entstehen: Denn Schönheitschirurg ist nicht gleich Schönheitschirurg. Die Titel "Schönheitschirurg", "Ästhetischer Chirurg" oder "Kosmetischer Chirurg" sind nicht geschützt und garantieren nicht die qualitätsgesicherte Ausbildung und ausreichende Kompetenz des Arztes. "Es ist davon auszugehen, dass ein Gutteil der Komplikationsrate in der Schönheitschirurgie auf Kosten dieser Gesetzeslücke geht", so Dr. Knabl.

Der Patient bzw. die Patientin könne selbst einen entscheidenden Beitrag zur Risikominimierung leisten, indem er bzw. sie einen zum "Facharzt für plastische Chirurgie" ausgebildeten Chirurgen für den von ihr/ihm gewünschten Eingriff auswählt. Nur diese sechsjährige Zusatzausbildung garantiert entsprechende Kompetenz, Routine und medizinische Qualifikation. "Leider ist das vielen Patienten nicht bewusst", so Dr. Jörg Knabl, Facharzt für plastische und rekonstruktive Chirurgie in Wien. "In meiner Tätigkeit als gerichtlich beeideter Sachverständiger für plastische Chirurgie bin ich sehr oft mit dieser Problematik konfrontiert. Obwohl keine offiziellen Zahlen existieren, kann ich aus meiner
Erfahrung in diesem Bereich bestätigen, dass sich Komplikationen dort häufen, wo Mediziner ihre eigenen Möglichkeiten überschreiten", so Dr. Knabl weiter.

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