- 13.06.2012, 11:18:04
- /
- OTS0098 OTW0098
NEWS-exklusiv: Die "Geheimakte Erich W."
Was der Mordverdächtige im "Fall Wastl" tatsächlich in Verhören sagte; wie er nun von Menschen aus seinem Umfeld belastet wird.
Wien (OTS) - Erich W. (der unter dem dringenden Verdacht steht, am
28. September 2001 Heidrun Wastl ermordet zu haben) hat mittlerweile
weitaus mehr über die Hergänge des Todes der Frau berichtet, als
bisher bekannt. Wie NEWS in seiner am Donnerstag erscheinenden
Ausgabe exklusiv berichtet, erklärte der 42-Jährige nun in
Vernehmungen, dass er einst auf Wunsch des Opfers mit ihm in ein
Waldstück bei Ofenbach gefahren sei. Bei einer Wanderung über steile
Gräben, "in Richtung einer einsamen Lichtung", sei es dann zum Drama
gekommen: "Ich ging voraus, Heidi hinter mir. Plötzlich spürte ich
ihre Hand zwischen meinen Beinen und ich habe mit dem rechten Fuß im
Abrutschen zurückgetreten. Dabei traf ich sie am Oberkörper und sie
fiel rücklings in die Tiefe. Ich kletterte zu ihr hinab; und musste
sehen: Sie war bei ihrem Sturz gepfählt worden."
Eine Freundin des Mannes erinnert sich daran, dass Erich W. sie am
Vormittag des 28. September 2001 per Handy angerufen und die Bitte
geäußert hätte, ihn von Ofenbach abzuholen. Er habe sich, so erklärte
er, bei einem Spaziergang im Wald verlaufen. Als ihn die Frau später
am Straßenrand auflas, sei seine Kleidung "schmutzig" und er sehr
nervös gewesen. Belastet wird der 42-Jährige jetzt zudem von seiner
Ex-Partnerin, mit der er von 2000 bis 2005 zusammen lebte. Ihren
Angaben zufolge hatte er am mutmaßlichen Tattag "kaum getragene
Turnschuhe, eine Jean und ein T-Shirt in den Mist geworfen", und
"seinen Wagen gereinigt und die Sitzbezüge darin durch neue ersetzt".
Diverse Zeugen berichten von weiteren auffälligen Handlungen und
seltsamen Erzählungen des Tischlers - seit Heidrun Wastls
"Verschwinden". Nachweislich verkaufte er danach seine Waffen;
Dolche, Pistolen, Gewehre. Immer wieder habe er darüber geredet, dass
er "vielleicht die vermisste Kindergartenhelferin aus Wiener Neustadt
in einem Wald erstochen oder erschlagen" hätte. Und er sprach oft von
einem schlimmen Erlebnis aus seiner Kindheit; als er angeblich, mit
sechs, hatte mitansehen müssen, wie ein Bub von einer Felswand
gestürzt und gestorben war. Und wie es ihm danach, "weil ich in die
Sache nicht reingezogen werden wollte", gelungen sei, vor Eintreffen
der ü vom Unglücksort zu verschwinden. Die Kripo ist bereits dabei,
die Akte zu dem Drama aus 1976 auszuheben.
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES






