- 12.06.2012, 15:43:19
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Bildungsbrunch: Arbeiten als Anti-Ageing Mittel
Hochkarätig besetzter Bildungsbrunch von die Berater(R) im Rahmen der Initiative "Tag der Weiterbildung".

Wien (OTS) - Die rasante Alterung der Gesellschaft und die daraus
resultierenden Belastungen für die Sozialsysteme erfordern einen
Handlungsbedarf, der in Österreich aufgrund der niedrigen
Geburtenrate, der steigenden Lebenserwartung und des niedrigen
Pensionsantrittalters besonders groß ist. Der Bildungsbrunch von die
Berater(R) stand im Zeichen dieser zentralen Herausforderung und
zeigte den mehr als 160 BesucherInnen auf, welchen Beitrag
Unternehmen und MitarbeiterInnen zum Thema des aktiven Alterns
leisten können.
Steigende Lebenserwartung und geringes Pensionsantrittsalter
Nach dem Eröffnungsstatement von Mag. Konrad Fankhauser
(Geschäftsführung die Berater(R)) zeigte Prof. Dr. Bernd Marin
(Sozialwissenschaftler und Leiter des Europäischen Zentrums für
Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung), dass aktives Altern bereits
im frühkindlichen Alter beginnt. Die Berufsbiografien werden immer
kürzer, gleichzeitig werden die ÖsterreicherInnen stetig älter. Seit
den 1970er Jahren sind es in Österreich pro Jahrzehnt im Durchschnitt
zwei Jahre zusätzliche Lebenserwartung. Laut Statistik Austria
beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung der ÖsterreicherInnen
derzeit 80,4 Jahre. Um gesund zu altern ist lebenslanges Lernen
unabdingbar. "Arbeiten ist mit Sicherheit das beste Anti-Ageing
Mittel", so Marin.
Das Pensionsantrittsalter liegt in Österreich bei den Männern bei
58,9 Jahren und bei den Frauen bei 57,5 Jahren. Das sind um 4,7 bzw.
4,9 Jahre weniger als im OECD-Durchschnitt. Spätestens mit Erreichen
des 40. Lebensjahres werden MitarbeiterInnen in Bezug auf
Weiterbildung inaktiv. "Je früher Menschen den inneren Ruhestand
antreten, desto rascher verfallen mit dem Arbeits- auch das
Erinnerungsvermögen und kognitive Fähigkeiten", so Marin. Mit diesem
Prozess, auch bekannt als Mental Retirement, kommt es bei den
MitarbeiterInnen bereits Jahre vor dem Ruhestand zu einem geistigen
Verfall.
Lebensqualität durch Weiterbildung
Die Weiterbildungsbeteiligung nimmt ab einem Alter von 45 rapide
ab. Im Rahmen der Podiumsdikussion betont Mag. Ilse Stria,
Geschäftsführerin der Humboldt Bildungsgesellschaft: "Ältere sehen
vielfach keinen persönlichen Nutzen in der Weiterbildung. Deshalb ist
es um so wichtiger, Weiterbildung für Ältere mit der Karriereplanung
zu verbinden." So werden neue Perspektiven aufgezeigt, die zu einer
steigenden Motivation und Arbeitsfreude führen. Martin Röhsner,
Geschäftsführung die Berater(R) und CATRO Personalberatung, sieht die
Investition in die Weiterbildung Älterer für Unternehmen
gewinnbringend: "Investiert ein Unternehmen in die Weiterbildung
55jähriger Mitarbeiterinnen, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß,
dass diese auch in 10 Jahren noch im Unternehmen sind. Dieses Bild
sieht bei 25jährigen anders aus."
Lernen mit allen Sinnen
Beim interaktiven Teil "Train the Brain" mit dem Gedächtnistrainer
Gerald Hütter, wurde aktives Altern gleich in die Praxis umgesetzt.
"Beim Lernen im Erwachsenenalter ist es unumgänglich, das Gelernte
mit Geschichten und Bildern zu verknüpfen", so Hütter. Bekannte
Methoden wie das Zahl-Form-System und die Geschichtenmethode
animierten die TeilnehmerInnen mit allen Sinnen zu lernen. Beim
Zahl-Form-System stellt die Zahl 1 ein Bild dar, zum Beispiel eine
Angelrute. Möchte man sich als Beispiel zuerst den Begriff Karotte
merken, so kann man sich diese als Köder der Angelrute vorstellen und
gleichzeitig mit Gerüchen, Geschmack und Aussehen verbinden. So wird
mit dem Gelernten ein Bild verbunden, das nachhaltig abrufbar ist.
Alt und jung als relative Begriffe
Die Studie von MAKAM Market Research zeigt, dass die meisten
ÖsterreicherInnen Menschen zwischen 50 und 55 Jahren als "ältere
ArbeitnehmerInnen" definieren. Ein heute 55Jähriger kann allerdings
nicht mit einem 55Jährigen von vor 30 Jahren verglichen werden.
Gehörte man früher mit 55 bereits zu den Alten, fühlen sich
Angehörige dieser Altersgruppe heute mehrheitlich vergleichsweise
jung. Die Begriffe alt und jung werden also von den Generationen
unterschiedlich definiert und immer wieder geändert.
Arbeiten und Lernen bis 70?
Lernen erfolgt automatisch lebenslang. "Man kann nicht nicht
Lernen", so Marin. Diese Einstellung hat sich in Österreich jedoch
noch nicht manifestiert. Erst wenn diese Bewusstseinsänderung
vollzogen ist, wird ein Berufsleben bzw. aktive Teilnahme am
gesellschaftlichen Leben bis 70 nicht mehr in Frage gestellt. Hier
ist die nationale und europäische Politik gefordert, ein stärkeres
Augenmerk auf die Erwachsenenbildung zu legen und spezifische
Fördermodelle zu entwickeln. Auch die Europäische Kommission reagiert
auf die rasante Alterung der Gesellschaft und deklariert das Jahr
2012 als "das Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen
den Generationen". Nach einer aktuellen Befragung von MAKAM Market
Research bei 500 Personalverantwortlichen österreichweit wissen ca.
80% des befragten Fachpublikums über diese europaweite Initiative
nicht Bescheid.
Bilder zum Bildungsbrunch finden sie unter:
https://fotodienst.pressetext.com/album/3026
Tag der Weiterbildung. Der Bildungsbrunch von die Berater(R) ist
eine Veranstaltung im Rahmen des vierten österreichischen Tages der
Weiterbildung. Ziel der Plattform für berufsbezogene Weiterbildung
ist es, die Bedeutung der Weiterbildung sowohl der Öffentlichkeit als
auch politischen EntscheidungsträgerInnen bewusst zu machen. Nähere
Informationen über den Tag der Weiterbildung finden Sie unter
www.tag-der-weiterbildung.at.
die Berater(R) ist ein österreichisches Trainings- und
Consultingunternehmen, welches 1998 von Mag. Martin Röhsner gegründet
wurde. Heute beschäftigt es 465 MitarbeiterInnen an über 70
Standorten in ganz Österreich und expandierte 2009 in die Slowakei.
Jährlich werden für rund 23.000 TeilnehmerInnen Aus- und
Weiterbildungsprogramme geplant, organisiert und durchgeführt. die
Berater(R) Unternehmensberatungs GmbH zählt damit zu den größten
Erwachsenenbildungseinrichtungen Österreichs.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Pressekontakt: Mag. Sabrina Kienast Tel: +43 1 532 45 45-1123 E-Mail: [email protected] www.dieberater.com
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