• 08.06.2012, 11:43:22
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SP OÖ: Millionärsdichte - Gerechte Vermögenssteuern Gebot der Stunde

Millionäre als Profiteure eines unzureichenden Steuersystems schaden dem sozialen Frieden im Land

Linz (OTS) - Die nun präsentierten Zahlen zur Millionärsdichte in
Österreich beweisen einmal mehr, dass im Österreichischen
Steuersystem gewaltiger Handlungsbedarf herrscht.
"Allein in Oberösterreich leben rund 11.600 Millionäre. Wir freuen
uns darüber, denn das beweist erneut die hohe Lebensqualität und
Sicherheit in diesem Land. Schön ist auch, dass deren Vermögen im
Schnitt acht bis zehn Prozent pro Jahr weiter wachsen. Das große
Problem ist aber, dass wir uns gerade in der Krise die
Steuerprivilegien dieser Gesellschaftsgruppe, wie etwa im Fall der
den genannten Vermögenszuwächse, bei weitem nicht mehr leisten
können. Denn dieses Steuersystem und seine Profiteure schaden dem
sozialen Frieden im Land. Die österreichischen Vermögenssteuern für
Millionäre sind viel zu gering, weshalb die SP OÖ erneut mit
Nachdruck für eine Millionärssteuer eintritt, auch wenn
VP-Politikerinnen wie Finanzministerin Maria Fekter noch so bremsen.
Das bleibt eine Frage der Gerechtigkeit speziell in Zeiten, in denen
viele dieser Privilegierten vom Zuschnitt eines Herrn Stronach nach
Kürzungen im Pensions- und Gesundheitsbereich rufen", erneuert
SP-Landesgeschäftsführer Christian Horner eine wichtige Forderung
seiner Partei.

Es sei angesichts dieser Zahlen geradezu obszön, dass die Besteuerung
dieser Millionenvermögen in Österreich laut OECD an vorletzter Stelle
der EU rangiere. Es bestehe daher dringender Handlungsbedarf. "Der
EU-Schnitt bei Vermögenssteuern liegt bei rund 5,5 %, der
österreichische bei 1,4 Prozent. Eine gerechte Anhebung auf EU-Niveau
durch eine Millionärssteuer könnte bis zu 4 Milliarden Euro jährlich
für unser Sozialsystem bringen. Und ergänzend muss es natürlich dazu
unverzüglich eine Finanztransaktionssteuer bzw. eine österreichische
Börsenumsatzsteuer geben. ", ergänzte Horner.

Wenn man nach Griechenland blicke dann könne man auch dort sehen,
dass der verantwortungslose Steuerbetrug der Millionäre die
Finanzprobleme dort mitausgelöst und in der Krise auch noch
verschärft habe. "Ich halte die in Österreich lebenden Millionäre für
verantwortungsbewusst genug, um solche Fehlentwicklungen zu erkennen
und nach diesen Erkenntnissen zu handeln. Es schadet den Menschen in
unserem Land ungeheuer, wenn sozialer Friede und Ausgleich durch ein
weiteres Aufgehen der Vermögensunterschiede gefährdet werden. Wir
brauchen höhere Steuern auf Privatvermögen über eine Million Euro
anstelle von Kürzungen im Sozialbereich", ist der
SP-Landesgeschäftsführer überzeugter denn je.

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich, Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]

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