• 08.06.2012, 10:24:17
  • /
  • OTS0083 OTW0083

ÖAMTC: Bisher zehn tödlich verunglückte Fußgänger weniger als im Vorjahr (+Foto)

Positive Entwicklung - sieben Wochen kein einziger tödlicher Fußgänger-Unfall

Wien (OTS) - Zwischen 17. April bis 31. Mai gab es laut BMI keinen
tödlichen Fußgänger-Unfall. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres (17.
April bis 31. Mai 2011) kamen bereits zehn Fußgänger im
Straßenverkehr ums Leben. "Normalerweise ist die Frühlingssaison
immer besonders unfallträchtig. Die Leute sind verstärkt draußen
unterwegs und verschiedenste Verkehrsteilnehmer treffen aufeinander.
Insbesondere Fußgänger sind stark gefährdet", sagt
ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Dementsprechend
positiv ist der aktuelle Trend zu bewerten: "Offenbar haben Fußgänger
und auch Autofahrer gelernt, mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen."

Trotz jüngsten Rückgangs ereigneten sich auch dieses Jahr bis
einschließlich 31. Mai bereits 26 tödliche Fußgänger-Unfälle, 2011
waren es 36. Im gesamten Vorjahr kamen 87 Fußgänger ums Leben. "Um
die Sicherheit im Straßenverkehr weiterhin zu erhöhen, sind alle
Verkehrsteilnehmer gefordert. Es geht nicht darum, sich gegenseitig
die Schuld zuzuschieben", sagt die ÖAMTC-Expertin und liefert Tipps
für ein sicheres Miteinander:

* Grüne Ampel ist kein Freibrief: Auch bei Zebrastreifen und
ampelgeregelten Kreuzungen ist sicherzustellen, dass ein gefahrloses
Queren der Fahrbahn möglich ist. "Eine grüne Ampel sorgt nicht
automatisch für Sicherheit. Ein zusätzlicher Kontrollblick nach
links und rechts zur Vergewisserung, dass die Fahrbahn frei ist,
sollte selbstverständlich sein", appelliert die
ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

* In der Ruhe liegt die Kraft: Vor allem ältere Personen geraten
durch kurzgeschaltete Ampelphasen leicht in Stress. "Die Fahrbahn in
Ruhe fertig queren und keinesfalls wenden", rät die Clubexpertin.
Durch hektisches Verhalten kann es leicht zu Stürzen kommen bzw.
können andere Verkehrsteilnehmer ihr Verhalten nicht mehr rechtzeitig
anpassen.

* Vorsicht vor parkenden Autos: Fußgänger, die plötzlich und
unerwartet zum Beispiel zwischen parkenden Autos hervortreten,
stellen ebenfalls ein großes Risiko dar. Niemals unmittelbar knapp
vor oder hinter einem Lkw die Fahrbahn queren lautet ein weiterer
Appell der Clubexpertin. Insbesondere Lenkern großer Fahrzeuge fällt
es schwerer, den Bereich rund um das Fahrzeug zu überblicken. "Hier
ist partnerschaftliche Rücksichtnahme und Zusammenarbeit gefragt",
sagt die ÖAMTC-Expertin.

* Sichere Querungsstellen suchen: Um zu einer gut einsichtigen,
sicheren Stelle zum Überqueren der Fahrbahn zu gelangen, sollten auch
kleine Umwege in Kauf genommen werden. "Sicherheit hat immer
Vorrang", lautet die Devise der ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

* Ablenkungen vermeiden: Alle Verkehrsteilnehmer müssen ihre
Aufmerksamkeit voll und ganz dem Straßenverkehr widmen. "Ablenkende
Tätigkeiten wie Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung oder
Musikhören mit Kopfhörern gefährden die Verkehrssicherheit. Die
Reaktionszeit wird so massiv verlangsamt", mahnt Seidenberger.

* Vorbildwirkung: "Kinder kopieren gerne das Verhalten
Erwachsener", erinnert die ÖAMTC-Expertin. Deshalb gilt abschließend:
Das Überqueren von roten Ampeln ist - insbesondere im Beisein von
Kindern - ein absolutes Tabu.

Aviso an die Redaktionen: Ein Foto zu dieser Aussendung gibt es im
ÖAMTC-Fotoservice unter www.oeamtc.at/presse.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefanie Bauer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel