ÖAMTC: Bisher zehn tödlich verunglückte Fußgänger weniger als im Vorjahr (+Foto)

Positive Entwicklung - sieben Wochen kein einziger tödlicher Fußgänger-Unfall

Wien (OTS) - Zwischen 17. April bis 31. Mai gab es laut BMI keinen tödlichen Fußgänger-Unfall. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres (17. April bis 31. Mai 2011) kamen bereits zehn Fußgänger im Straßenverkehr ums Leben. "Normalerweise ist die Frühlingssaison immer besonders unfallträchtig. Die Leute sind verstärkt draußen unterwegs und verschiedenste Verkehrsteilnehmer treffen aufeinander. Insbesondere Fußgänger sind stark gefährdet", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Dementsprechend positiv ist der aktuelle Trend zu bewerten: "Offenbar haben Fußgänger und auch Autofahrer gelernt, mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen."

Trotz jüngsten Rückgangs ereigneten sich auch dieses Jahr bis einschließlich 31. Mai bereits 26 tödliche Fußgänger-Unfälle, 2011 waren es 36. Im gesamten Vorjahr kamen 87 Fußgänger ums Leben. "Um die Sicherheit im Straßenverkehr weiterhin zu erhöhen, sind alle Verkehrsteilnehmer gefordert. Es geht nicht darum, sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben", sagt die ÖAMTC-Expertin und liefert Tipps für ein sicheres Miteinander:

* Grüne Ampel ist kein Freibrief: Auch bei Zebrastreifen und ampelgeregelten Kreuzungen ist sicherzustellen, dass ein gefahrloses Queren der Fahrbahn möglich ist. "Eine grüne Ampel sorgt nicht automatisch für Sicherheit. Ein zusätzlicher Kontrollblick nach links und rechts zur Vergewisserung, dass die Fahrbahn frei ist, sollte selbstverständlich sein", appelliert die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

* In der Ruhe liegt die Kraft: Vor allem ältere Personen geraten durch kurzgeschaltete Ampelphasen leicht in Stress. "Die Fahrbahn in Ruhe fertig queren und keinesfalls wenden", rät die Clubexpertin. Durch hektisches Verhalten kann es leicht zu Stürzen kommen bzw. können andere Verkehrsteilnehmer ihr Verhalten nicht mehr rechtzeitig anpassen.

* Vorsicht vor parkenden Autos: Fußgänger, die plötzlich und unerwartet zum Beispiel zwischen parkenden Autos hervortreten, stellen ebenfalls ein großes Risiko dar. Niemals unmittelbar knapp vor oder hinter einem Lkw die Fahrbahn queren lautet ein weiterer Appell der Clubexpertin. Insbesondere Lenkern großer Fahrzeuge fällt es schwerer, den Bereich rund um das Fahrzeug zu überblicken. "Hier ist partnerschaftliche Rücksichtnahme und Zusammenarbeit gefragt", sagt die ÖAMTC-Expertin.

* Sichere Querungsstellen suchen: Um zu einer gut einsichtigen, sicheren Stelle zum Überqueren der Fahrbahn zu gelangen, sollten auch kleine Umwege in Kauf genommen werden. "Sicherheit hat immer Vorrang", lautet die Devise der ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

* Ablenkungen vermeiden: Alle Verkehrsteilnehmer müssen ihre Aufmerksamkeit voll und ganz dem Straßenverkehr widmen. "Ablenkende Tätigkeiten wie Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung oder Musikhören mit Kopfhörern gefährden die Verkehrssicherheit. Die Reaktionszeit wird so massiv verlangsamt", mahnt Seidenberger.

* Vorbildwirkung: "Kinder kopieren gerne das Verhalten Erwachsener", erinnert die ÖAMTC-Expertin. Deshalb gilt abschließend:
Das Überqueren von roten Ampeln ist - insbesondere im Beisein von Kindern - ein absolutes Tabu.

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