• 06.06.2012, 11:28:03
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Banken-Downgrading schreit nach Trendumkehr: drastischen Sparkurs verlassen!

SPÖ-Klubvorsitzende Jahn: "Auswirkungen des Spardiktats deutlicher denn je!"

Linz (OTS) - Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit unserer drei
größten Banken durch Moody's sollte doch endlich auch bei der ÖVP die
Alarmglocken schrillen lassen. Wenn es in Europa nicht endlich zu
einer Wachstumsoffensive und einer Finanzunion kommt, wird das auch
Österreich in die Krise reißen, ist SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a
Gertraud Jahn sicher. "Frau Merkel, die mit ihrem Spardiktat ganz
Europa in die Krise führt, ge-hört endlich gestoppt. Die
Bundesregierung muss beim EU-Gipfel im Juni klar Positi-on beziehen
für die rasche Umsetzung einer Finanzunion. Diese muss sicherstellen,
dass Staaten nicht mehr einzeln von den Finanzmärkten angegriffen
werden können. Dazu braucht es gemeinschaftliche EU-Anleihen,
sogenannte Eurobonds. Und die drastische Sparpolitik, die die
Wirtschaft in ganz Europa kaputt spart, muss durch eine gemeinsame
Wachstumsoffensive ersetzt werden. Nur so kann es gelingen, dass die
Staaten ihre Budgets konsolidieren können", so die
Wirtschaftssprecherin des SPÖ-Landtagsklubs.

Die ÖVP, allen voran Finanzministerin Fekter, soll hier endlich ihre
Blockadehaltung aufge-ben. Wenn die Wirtschaft in Europa immer mehr
einbricht, kommen auch unsere Banken wieder in die Krise. Schließlich
hängt die Rückzahlung der Kredite, die sie vorwiegend in den
Oststaaten vergeben haben, davon ab, ob die Wirtschaft in diesen
Staaten floriert - hier ist besonders Ungarn bereits in einer
dramatischen Situation.

"Es genügt nicht mehr, zuzuschauen, wie Staaten wie Griechenland oder
Spanien ums Über-leben kämpfen - es kann schneller gehen als wir
glauben, dass auch Österreich wieder unter den Druck der Finanzmärkte
kommt. Dazu sollte das Downgrading der größten österreichi-schen
Banken ein dringendes Warnzeichen sein", hält Jahn fest und führt
weiter aus: "Die Finanzmärkte wissen - neben ihrem
Spekulationsantrieb - ganz genau, dass ihr Geld dort am besten
angelegt ist, wo die Wirtschaft floriert und nicht dort, wo sie
kaputt gespart wird. Es spricht Bände, wenn schon internationale
Fondsmanager wie John Bennet von Henderson Global Investors auf den
sozialistischen französischen Staatspräsidenten hofft, damit es in
Europa wieder zu mehr Wachstum kommt", schließt Jahn.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313

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