- 05.06.2012, 13:31:23
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Mitterlehner: "Gute Wirtschaftsbeziehungen mit der Slowakei weiter ausbauen"
Wirtschaftsminister mit Bundespräsident Fischer in der Slowakei - Arbeitsgespräch mit Wirtschaftsminister Malatinsky - Exporte und Investitionen auf Wachstumskurs

Bratislava (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
begleitete am Dienstag Bundespräsident Heinz Fischer bei dessen
Staatsbesuch in der Slowakei und traf dabei mit Fischers Amtskollegen
Ivan Gasparovic, Premierminister Robert Fico und Wirtschaftsminister
Tomás Malatinsky zusammen. Im Arbeitsgespräch mit Malatinsky ging es
insbesondere um die aktuelle wirtschaftliche Lage in Europa und an
den Finanzmärkten sowie um die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.
"Als stark exportorientierte Länder sind Österreich und die Slowakei
eng miteinander verflochten und teilen das starke Interesse an einer
Überwindung der internationalen Schuldenkrise. Gleichzeitig wollen
wir unsere guten bilateralen Wirtschaftsbeziehungen weiter ausbauen",
sagte Mitterlehner.
Die österreichischen Exporte in die Slowakei sind allein im Vorjahr
um 6,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen. Unter
Berücksichtigung der Importe liegt die Slowakei in der Rangliste der
wichtigsten Handelspartner Österreichs auf Platz zwölf. "Österreichs
Wirtschaft ist traditionell ein wichtiger Partner der Slowakei. Das
jährliche Handelsvolumen hat sich seit der Unabhängigkeit der
Slowakei im Jahr 1993 auf nunmehr 5,6 Milliarden Euro verzehnfacht",
so Mitterlehner. Österreich zähle mit einem Anteil von rund 15
Prozent zu den drei bedeutendsten Auslandsinvestoren. Heimische
Unternehmen haben aktuell über 2.000 Niederlassungen im Nachbarland
und dort rund fünf Milliarden Euro investiert.
Besonders große Chancen sieht Mitterlehner neben dem traditionell
starken Automobilzulieferbereich vor allem bei Energie- und
Umwelttechnologien. "Durch ihr weltweit anerkanntes Know-how bei
Öko-Innovationen können unsere Unternehmen Lösungen anbieten, von
denen die Slowakei nachhaltig profitieren kann", so Mitterlehner.
Mitterlehner bekräftigte zugleich die klare Haltung Österreichs gegen
Atomenergie, sprach dabei insbesondere Sicherheitsfragen an und
verwies auf den notwendigen Ausbau Erneuerbarer Energieträger. "Wir
wollen den Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch durch
einen effizienten Ausbau auf 85 Prozent bis 2020 erhöhen.
Gleichzeitig geht es darum, Energie sparsamer einzusetzen. Das erhöht
auch die Versorgungssicherheit", so Mitterlehner. In diesem
Zusammenhang sprach Mitterlehner zudem die geplante
Bratislava-Schwechat-Pipeline an, bei der auf slowakischer Seite noch
mehrere offene Punkte geprüft werden müssen.
Am Dienstagnachmittag wird Mitterlehner gemeinsam mit Bundespräsident
Heinz Fischer, dem slowakischen Staatspräsidenten Ivan Gasparovic und
Wirtschaftsminister Tomás Malatinsky ein Wirtschaftsforum mit über
100 Unternehmensvertretern aus beiden Ländern eröffnen. Das Motto des
Austrian Business Circle lautet "Zwei Jahrzehnte erfolgreiche
Wirtschaftsbeziehungen Österreich-Slowakei".
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