- 05.06.2012, 11:10:26
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"Aufgetischt": Eine kulinarische Pilgerreise in der Steiermark am 7. Juni in ORF 2
Kunst, Kulinarik und Geschichte zwischen Graz und Mariazell
Wien (OTS) - Begegnungen, Natur, Kultur und Geschichte bilden den
Mittelpunkt moderner Pilgerfahrten. Eine neue Ausgabe von
"Aufgetischt" zeigt zu Fronleichnam am Donnerstag, dem 7. Juni 2012,
um 18.00 Uhr in ORF 2 die Besonderheiten der "Steirischen
Pilgerwege". Zwischen Graz und Mariazell befinden sich einzigartige
kulinarische Wegpunkte, wie der kleine traditionsreiche Feinkostladen
"Mild" in Graz, der Zwei-Hauben-Gasthof "Zum Forsthaus" in Fischbach
oder das neueröffnete Hotel "Weißer Hirsch" in Mariazell, in denen
Pilger - wie der Koch des Grazer Landhauskellers, Lorenz Kumpusch,
und seine Begleiter - Station machen. Der Weg selbst wird zum
Hauptdarsteller, den die Wanderer als farbenfrohen Garten, üppigen
Feinkostladen, kunstvolle Galerie und Schauraum für lokales Handwerk
erleben. Noch mehr österreichisches Brauchtum, Kulinarik und Musik
stehen mit "Gipfel der Genüsse" (9.05 Uhr), "Frühschoppen zu
Fronleichnam mit Caroline Koller" (12.00 Uhr), "Harmonie der Stille -
900 Jahre Stift Seitenstetten" (17.35 Uhr) und dem
"Sommernachtskonzert live aus Schönbrunn" (21.05 Uhr) zu Fronleichnam
auf dem Programm von ORF 2.
Mit Küchenchef Lorenz Kumpusch unterwegs am Pilgerweg von Graz nach
Mariazell
Küchenchef Lorenz Kumpusch kreiert im Grazer Landhauskeller eine
moderne regionale Küche. Die wichtigsten Zutaten sind Lebensmittel
aus dem Umland. Im Rahmen einer Wanderung von Graz nach Mariazell
will er die Landschaft "hinter den Zutaten" besser kennenlernen.
Begleitet wird der dekorierte Küchenchef auf dem 120 Kilometer langen
Fußmarsch von seinem kunstaffinen Bruder Julian und dem Küchenchef
des Grazer Kongresses, Patrick Spenger. Proviant für die Reise
bekommen die Pilger ums Eck vom Landhauskeller im traditionsreichen
Feinkostladen "Mild". Während der junge Chef Thomas Pagel die
berühmten Schweinsbratenbrote zubereitet, erzählt seine Mutter die
bewegte Geschichte des kleinen Ladens, der über die Jahre viele
Wandlungen durchgemacht hat: vom reinen Delikatessengeschäft über
einen Jugendtreff bis zum heutigen Lokal mit Veranstaltungen,
DJ-Lines und Ausstellungen.
Der eigentliche Ausgangspunkt der Pilgerreise liegt an der
Stadtgrenze in Maria Trost. Von der Wallfahrtskirche führt der Weg
zunächst entlang an grünen Wiesen und Wäldern Richtung Schöckl, dem
Grazer Hausberg. Im Stubenberghaus kehren die Pilger für ein spätes
Frühstück ein, während nebenan am Schöckl-Plateau einige Diskgolfer
versuchen, ihre Frisbee-ähnlichen Scheiben in die aufgestellten Körbe
zu werfen. In St. Kathrein am Offenegg, etwas abseits des klassischen
Pilgerwegs, liegt der Sulamith-Garten von Sissy Sichart - benannt
nach der makellosen Geliebten aus dem alttestamentarischen Hohen Lied
des Salomon. Das umfangreiche Wissen über Kräuter und deren Wirkung
hat sich Sissy Sichart, wie auch ihre künstlerischen und
gärtnerischen Fähigkeiten, selbst beigebracht.
Immer wieder kommen die Pilger auf ihrem Weg über die Sommeralm an
den regionaltypischen Bänderzäunen vorbei, mit denen seit mehr als
hundert Jahren die Rinder- und Schafherden auseinandergehalten
werden. Die "Bänder" oder "Bandln" sind Fichtenäste, die mit viel
handwerklichem Geschick von Sepp Schaffer und seinen Kollegen um die
Steher gewickelt werden, um dem Zaun die richtige Festigkeit zu
geben. Das gesamte Almgebiet ist mit solchen Bänderzäunen durchzogen
und begrenzt auch in Straßegg das Land des Pilgergasthofes von Rudolf
Pretterhofer. Beim "Strosseggwirt" bekommen die Pilger neben
anständiger Verpflegung echte steirische Hausmusik und ein
klassisches Bettenlager für die Nacht. Während die Pilger am nächsten
Morgen frühstücken, führt in Fischbach der erste Weg des
Zwei-Hauben-Kochs Christian Übeleis in den Garten seines Gasthofs.
Hier findet er die Wiesenblumen für seine Kräuter-Gnocchi, die er den
Pilgern zum "Zweifachen vom Almochsen" serviert. Zur gleichen Zeit am
Ende des Pilgerwegs in Mariazell sammelt Apothekerin Angelika
Prentner die pflanzlichen Zutaten für ihr "Lebenselexir", das sie
nach einem jahrhundertealten Rezept zusammenbraut.
Im Fischbacher "Forsthaus" stärken sich die Pilger bei ihrem Freund
und Kochkollegen Christian Übeleis, bevor sie den Zwei-Hauben-Koch
überreden, den letzten Abschnitt mitzugehen. Die "Weg-Art",
Kunstwerke regionaler Künstler, begleitet die Wanderer auf diesem
Teilstück. Kunst ganz anderer Art erwartet Besucher vor den Mauern
des Münsters von Neuberg: gläserne Flammen, Sonnen und Globen,
gefertigt im Gewölbe des ehemaligen Zisterzienser-Klosters.
Glasbläser Valentin verformt bei 1.250 Grad das flüssige Glas zu
edlen Vasen.
Eine solche kauft an diesem Nachmittag die Hotelière Lieselotte
Sailer. Sie hat ihre Tiroler Heimat verlassen, um dem "Weißen Hirsch"
in Mariazell zu neuem Glanz zu verhelfen. Das frische Küchenkonzept
wird von Chefkoch Reinhard Wind umgesetzt, der einen Saibling unter
einer Käsehaube und mit Buchweizenlaibchen serviert. In der
Zwischenzeit sind auch Lorenz Kumpusch und seine beiden Pilgerfreunde
in Mariazell angekommen. Nach einem kurzen Besuch der Basilika kehren
sie im "Weißen Hirsch" ein.
Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Roman Horacek
Tel.: (01) 87878 - DW 13869
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