Die Bewegung 2012 gründet eine Kommission zur Betreuung und Entschädigung der Opfer des Automatenglücksspiels.

Wien (OTS) - Es ist bekannt, dass unzählige Menschen durch ihre Spielsucht in den finanziellen, aber auch familiären und sozialen Ruin getrieben werden. Schätzungen zufolge sind 300.000 Österreicher spielsüchtig.

Die Kommission soll zu einer wichtigen Anlaufstelle für Spielsüchtige werden. Konkrete Aufgaben sollen sein:

  • Schaffung von Angeboten zur psychologische Betreuung, um die Sucht zu besiegen oder aber die negativen Folgen verarbeiten zu können
  • Finanzielle Hilfe zur Linderung der ärgsten Not
  • Unterstützung der Reintegration von vor allem jungen Menschen, die getrieben von der Spielsucht zu Straftätern wurden
  • Sammeln der Berichte der Spieler, um den Gesetzgeber eine wichtige Hilfestellung für notwendige Gesetzesänderungen zu bieten bzw. die Behörden dort einschreiten zu lassen, wo Glücksspiel illegal betrieben wird.

Die Bewegung 2012 will an jene Unternehmen herantreten, die im Glücksspielbereich tätig sind. Diese profitieren vom Spieltrieb des Menschen. Sie sollten daher auch einen Beitrag leisten, die unzweifelhaft vorhandenen negativen Auswirkungen des Glücksspiels zu bekämpfen.

Allerhöchste Priorität der Kommission ist es festzustellen, wie viele Jugendliche, getrieben durch Spielsucht, auf Grund von Beschaffungskriminalität in den österreichischen Gefängnissen sitzen. Nach aktueller Schätzung sind das rund 50 Prozent aller inhaftierten Jugendlichen, wobei von diesen die meisten (91 %) an Spielautomaten gespielten haben sollen. Die Tendenz soll stark steigend sein.

Das Problem Drogensucht wurde von einer völlig neuen Gefahr abgelöst. Die Erfahrung mit diesem Trend ist gering. Klar ist: Eine Haftstrafe bedeutet grundsätzlich keine Heilung der Spielsucht. Die Bewegung 2012 ist zudem der Meinung, dass Gefängniszellen der falsche Ort für spielsüchtige Jugendliche sind. Ein Projekt zur Resozialisierung ist in Arbeit. Die SPÖ begrüßt das Vorhaben und hat der Bewegung 2012 die Unterstützung zugesagt.

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