- 05.06.2012, 09:36:35
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Mehr Arbeitswege per Öffi-Verbindungen in Wien und zum Umland ausbauen
AK: Jetzt den neuen Verkehrsdienstevertrag nutzen, um die Öffis attraktiver zu machen
Wien (OTS) - In diesen Wochen stellt die Stadt Wien bei den
Verhandlungen zum Verkehrs-dienstevertrag die Weichen für die
Öffi-Verbindungen für die nächsten 7 Jahre. "Das ist die Chance,
durch gute Öffi-Verbindungen WienerInnen und PendlerInnen vom Auto
auf die Schiene zu locken. Diese Möglichkeit darf nicht verpasst
werden", sagt der Leiter der AK Abteilung Kommunalpolitik, Thomas
Ritt. Die AK Wien fordert deshalb, das S-Bahnnetz über die
Stadtgrenze hinaus weiter auszubauen und attraktiver zu machen: "Ein
15-Minuten-Takt: Das muss die Regel werden", so Ritt. "Denn der
Verkehr nach Wien und in Wien wird zunehmen. Ein gut ausgebautes
Öffi-Angebot muss dafür jetzt schon die Weichen in Richtung Bahn und
Bus stellen." Allein unter den Beschäftigten in Wien ist die Zahl
der BerufspendlerInnen zwischen 2006 und 2012 um über 14 Prozent
gestiegen. "Wir wissen, dass die Beschäftigten auf die Öffis
umsteigen, wenn die Verbindungen gut sind. Hier müssen wir ansetzen,
um die Stadt für die Verkehrsentwicklung der nächsten 7 Jahre fit zu
machen", sagt Ritt.
Wichtige innerstädtische Schnellbahnverbindungen - wie die
Vorortelinie S 45 und die Verbindungsbahn - müssen deutlich
aufgewertet werden. Einerseits durch mehr Verbin-dungen und damit
kürzere Wartezeiten , andererseits durch eine Verlängerung der S 45
entlang des Handelskais über die Reichsbrücke bis zum Praterkai.
Die Flughafenschnellbahn S7 könnte mit einem 15 Minutentakt eine
kostengünstige und attraktive Anbindung des Flughafens an die Stadt
werden, die auch die großen Stadtentwicklungsgebiete Aspanggründe
und St. Marx an den öffentlichen Verkehr an-bindet. Derzeit wird die
Verbindung zwischen Hauptbahnhof und der S7 und damit dem Flughafen
gebaut. "Das zahlt sich aber nur aus wenn neben Schnellzügen oder dem
CAT auch ein attraktiver Schnellbahnverkehr Hauptbahnhof-Flughafen
angeboten wird", so Ritt.
In Aspern werden in einigen Jahren Jahren etwa 30.000 Menschen
leben und arbeiten. Für sie muss es neben der U2 ein weiteres
Öffi-Angebot geben: Der Ausbau der S80 verbindet das neue
Stadtentwicklungsgebiet Flugfeld Aspern direkt mit dem Hauptbahn-hof.
"Aber nur wenn die Züge in einem attraktiven 15-Minuten-Takt fahren,
wird diese Strecke auch angenommen werden", so Ritt. "Wien hat ein
gutes innerstädtisches S-Bahn-Netz. Man muss es nur nutzen und als
Ergänzung zu den U-Bahnen verbessern und attraktiv machen. So lockt
man die Menschen raus aus dem Auto und in die Öffis", so Ritt.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
Tel.: (+43-1) 501 65-2779
mailto:ute.boesinger@akwien.at
wien.arbeiterkammer.at
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