- 30.05.2012, 13:57:41
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AK zeigt sich skeptisch gegenüber neuem Gasmarkt-Modell
Keine übereilten Vorschusslorbeeren
Wien (OTS) - Die AK sieht die Gefahr für teurere Gaspreise für die
KonsumentInnen aufgrund des neuen Gasmarkt-Modells. Auch die durch
die bisherige Liberalisierung des Gasmarktes versprochenen
Preissenkungen sind nie bei den KonsumentInnen angekommen. Im
Gegenteil Gas wurde teurer, statt billiger. Ein durchschnittlicher
Gas-Haushalt (15.000 Kilowattstunden-Verbrauch pro Jahr) zahlt jetzt
um bis zu 150 Euro mehr als noch vor einem Jahr. Die AK verlangt vom
Wirtschaftsminister einen unabhängigen Evaluierungsbericht zum neuen
Gasmarkt-Modell, in dem die Auswirkungen des neuen Modells untersucht
werden.
Die AK ortet vor allem bei den Versteigerungen von
Gas-Transportkapazitäten so-wie dem Weiterverkauf von
Gas-Kapazitätsrechten an Dritte die Gefahr von Preissteige-rungen.
Die AK mahnt hier vor negativen Folgen aufgrund fehlender Aufsicht
und stren-gen Regeln, ähnlich wie sie auf den Finanzmärkten bereits
eingetreten sind. Offen ist für die AK auch, ob die Umstellung von
der bisherigen Stundenbilanzierung auf die Tagesbi-lanzierung den
KonsumentInnen tatsächlich Preisvorteile bringen wird. Überdies soll
eine vorgesehene "Ausgleichsenergie-Umlage" ausschließlich von den
HaushaltskundInnen und kleinen Gewerbetreibenden getragen werden. In
dem Begutachtungsentwurf sollte diese Umlage noch auf alle
Gas-VerbraucherInnen aufgeteilt werden. Hier haben sich wieder die
Interessen der Industrie auf Kosten der Haushalte durchgesetzt, wie
schon des Öfteren, kritisiert die AK.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:doris.strecker@akwien.at
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