• 30.05.2012, 10:33:02
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Seeber zu EU-Wasserpolitik: Wasser dort sparen, wo es sinnvoll ist

EU-Parlament will neue Maßnahmen zu Reduzierung des Wasserverbrauchs in der EU

Brüssel, 30. Mai 2012 (OTS) "Wasser muss effizient genutzt
werden. Gerade in Gebieten mit Wasserknappheit müssen wir den
Verbrauch insgesamt reduzieren." So resümiert Richard Seeber,
Umweltsprecher der Europäischen Volkspartei (EVP) die Ziele für die
zukünftige EU-Wasserpolitik. Diese hat der zuständige
Umweltausschuss des EU-Parlaments aufgrund eines Vorschlags von
Seeber heute beschlossen. Die Forderungen sollen Grundlage der im
Herbst beginnenden Überarbeitung der bisherigen EU-
Wassergesetzgebung sein. Vor allem sei es "notwendig, den
regionalen Wasserverbrauch bei den Vorgaben zu berücksichtigen",
erklärt Seeber. "Man kann nicht Österreich und Spanien oder
Haushalte und Industrie über einen Kamm scheren", so der ÖVP-
Abgeordnete, der der Chefverhandler des EU-Parlaments für die neue
Wassergesetzgebung ist. Die Maßnahmen sollen länder- und
sektorenspezifisch sein. ****

"Es bringt nichts, den Privathaushalten, die ohnehin nur für
etwa zehn Prozent des Gesamtverbrauchs verantwortlich sind, üppige
Einsparungen vorzuschreiben", betont Seeber. Die bei weitem größten
Wasserverbraucher sind die Energieproduktion (45 Prozent) und die
Landwirtschaft (33 Prozent). "Hier liegen gewaltige Potenziale zur
Effizienzsteigerung", so Seeber. In Österreich werden derzeit nur
fünf Prozent des zur Verfügung stehenden Wassers entnommen, in
Zypern hingegen 55 Prozent. Deshalb sollen die Mitgliedstaaten je
nach Wassersituation weitgehend freie Hand bei der Wahl der
geeigneten Einsparungsmaßnahmen behalten. "Man kann nicht von
Finnland bis Malta eine einheitliche Wasserschablone über Europa
stülpen", erklärt der ÖVP-Abgeordnete.

Zuallererst müssen jedoch - laut Seeber - die bestehenden
Regeln durch die Mitgliedsländer korrekt umgesetzt werden. "Vor
allem die Abwasserbehandlung muss flächendeckend verbessert
werden." Während in Mitteleuropa 97 Prozent der Bevölkerung an das
Abwassernetz angeschlossen sind, sind es in Rumänien und Bulgarien
teilweise nicht einmal 40 Prozent. "Hier gibt es Handlungsbedarf.
Auch das strengste Gesetz ist nur so gut wie seine Umsetzung",
merkt Seeber an. Mit dem heutigen Beschluss sei die EU dieser
Forderung einen Schritt näher gekommen.

Nach dem endgültigen Votum des Parlamentsplenums im Juli muss
die EU-Kommission einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vorlegen.

Rückfragen: Dr. Richard Seeber, MEP, Tel.: +32-2-284-5468
(richard.seeber@europarl.europa.eu)

Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
(daniel.koster@europarl.europa.eu)

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