- 29.05.2012, 17:00:32
- /
- OTS0218 OTW0218
"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Jung und perspektivlos"
Eine neue Studie zeigt, dass sich 14- bis 29-Jährige im Stich gelassen fühlen.
Wien (OTS) - Eigentlich geht's der Jugend prächtig - sie lebt in
Frieden und Wohlstand. Aber vielen von ihnen fehlt eine wichtige
Triebfeder: die Eltern zu überflügeln, sowohl materiell als auch
bildungsmäßig. Die Jungen kümmern sich nicht um die Politik, weil
sich diese nicht um sie kümmert. (Was war zuerst? Keiner weiß es.)
Die Schulbildung, vor allem in der Stadt, gilt als inferior.
Deshalb stehen potenzielle Lehrherrn und Arbeitgeber den Absolventen
zunehmend skeptisch gegenüber. Die öffentlichen Unis sind überrannt
und daher mehr mit Abwehrkampf gegen ihre Studenten denn mit deren
Unterstützung beschäftigt. Eine Flucht in teure Privatschulen und
Privat-Unis hat eingesetzt.
Und dann? Viele junge Arbeitnehmer schlagen sich mit prekären
Dienstverhältnissen herum. Auf einen Wettbewerb der Leistungsbereiten
ist die (teils durchaus verwöhnte) Generation aber kaum vorbereitet.
Und mit ihrem Einkommen lässt sich ohne familiäre Unterstützung nur
schlecht leben, geschweige denn in der Konsumgesellschaft mithalten,
eine Familie gründen oder eine Wohnung am überhitzten Immobilienmarkt
kaufen. Ins Ausland gehen? Ja, aber in fast allen anderen Ländern ist
die Arbeitslosenrate der Jungen noch deutlich höher. Geht's der
Jugend wirklich prächtig? (Siehe Studie Seite 16)
Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKU






