- 29.05.2012, 09:37:02
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ANSCHOBER: Entwurf für neues tschechisches Energiekonzept ist energiepolitische Steinzeit
Atomanteil soll bis 2030 auf 50 Prozent erhöht, Erneuerbare klein gehalten werden - Konzept ohne Subvention der Atomenergie ein Papiertiger
Linz (OTS) - Hunderte haben am Wochenende bereits die neue
Petition gegen die Subvention der Atomenergie auf www.anschober.at
unterzeichnet um Druck auszuüben, damit die EU beim Ratsgipfel am
28.Juni dem Drängen der Atomstaaten wie Großbritannien und Tschechien
nicht nachgibt und die Subvention der Atomenergie weiterhin verboten
bleibt.
Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: "Diese Entscheidung wird die
grundsätzliche und langfristige Weichenstellung für die Zukunft der
Atomenergie in Europa. Denn ohne Subvention wird es keine
AKW-Neubauten mehr geben - ihre Kosten sind förmlich explodiert, die
Preise an den internationalen Strombörsen hingegen im Sinken.
Neubauten von Atomkraftwerken sind daher völlig unwirtschaftlich und
würden ohne Subventionsmöglichkeit nicht mehr verwirklicht werden
können."
Daher könnte der Entwurf für ein neues tschechisches Energiekonzept,
der gestern von einer achtköpfigen Expertengruppe der Prager
Regierung übermittelt wurde, auch sehr rasch ein Papiertiger werden -
es liegt an der österreichischen Bundesregierung, sie muss bis zum
Ratsgipfel eine Breite Mehrheit gegen die Subventionspläne
organisieren.
Anschober: "Darüber hinaus steht der Entwurf im klaren Widerspruch zu
geltendem EU-Recht, denn Tschechien muss laut EU-Richtlinie einen
15-Prozent-Anteil Erneuerbarer Energien an seiner Stromproduktion
erreichen. Tschechiens Energiepolitik hängt offensichtlich noch immer
am Gängelband der Atomlobby, die ihr Geschäft fortsetzen will - koste
es, was es wolle. Eine lebensgefährliche Technologie aber noch
finanziell fördern zu wollen, das ist gerade nach Fukushima der
Gipfel der Unverschämtheit der Atomlobby."
Rückfragehinweis:
Büro LR Anschober, Mag.a Petra Danhofer
Tel.: +436648299969
mailto:[email protected]
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