Die Bewegung 2012 fordert LH Dr. Erwin Pröll umgehend zum Rücktritt auf.

Klosterneuburg (OTS) - Die Auswirkungen des behördlich geförderten illegalen Glücksspiels werden immer schlimmer. Dessen Folgen beherrschen das Alltagsleben, Tendenz steigend: Verschuldete Familien, dramatisch zunehmende Gewaltbereitschaft aufgrund der Frustration, Beschaffungskriminalität vor allem unter Jugendlichen.

Erwin Pröll in NÖ Heute vom 26. November 2003:
"Ich habe Verständnis dafür, dass die Gemeinden alle Hebel in Bewegung setzen wollen, um zu Geld zu kommen, aber das müssen nicht unbedingt die Hebel der Spielautomaten sein, denn ich sage ihnen ganz ehrlich, ich kann mir eine Regelung nicht vorstellen, wo zwar die Kassen sich füllen, allerdings auf Kosten der Kinder und ihrer Zukunft."

August 2005:
Glücksspielautomaten werden in Niederösterreich gesetzlich erlaubt. Der Erlass entsteht auf dubiose Weise.

März 2012:
Novomatic, führender Hersteller und Betreiber von Glücksspielautomaten, bestätigt den Erhalt der Lizenz des Kleinen Glücksspiels in Niederösterreich für 1339 Automaten.

St. Pölten, 25. Mai 2012:
Der Amokschütze von St. Pölten war laut Kurier schwer spielsüchtig. Folge: Völlige Überschuldung, Gewaltexzesse innerhalb der Familie. Die Frau reicht Scheidung ein. Ein Kind wird hingerichtet. Die kleine Tochter wird Zeugin der Wahnsinnstat. Der Familienvater begeht Selbstmord. Es ist anzunehmen, dass diese Tat eine Folgeerscheinung der Glücksspielsucht war.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die Konsequenzen für alle zu ziehen, die das illegale Glücksspiel dulden und verteidigen. Landeshauptmann Erwin Pröll muss daher umgehend zurücktreten.
Der Amokschütze von St. Pölten verspielte zuletzt 10.000 Euro auf einen Schlag, am Automaten. Das Gesetz zum Kleinen Glücksspiel - es schützt Spieler durch einen Höchsteinsatz von 50 Cent und eine maximale Gewinnchance von 20 Euro - wurde damit eindeutig umgangen. Die Verhaltensweise des Täters war eine für krankhafte Spieler symptomatische Spirale:

  • Schein eines funktionierenden Umfelds hochhalten, Lügen.
  • Zunehmende Schulden, die verspielten Summen steigen.
  • Berufliche Einnahmen werden sofort verspielt, für die Familie bleibt kein Geld.
  • Ausweglosigkeit führt zu Frustration und schließlich Aggression, steigende Gewaltbereitschaft.
  • Trennung.
  • Kurzschlusshandlung.

Es ist nun Aufgabe der Behörden festzustellen, ob es Gerüchten zufolge die illegalen Novomatic Spielautomaten waren, die die Existenz einer Familie vernichteten. Laut Beobachtern in der Bevölkerung ist die Spielsucht in St. Pölten "ganz schlimm, vor allem bei den Jungen."

Die Bewegung 2012 untermauert nochmals ihre Forderung, alle Novomatic Spielautomaten überall in Österreich sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Diese Spielautomaten sind illegal in Betrieb und marktbeherrschend, daher sind die Behörden zum Eingreifen verpflichtet. Zum Schutz der gesamten österreichischen Bevölkerung. Es besteht Gefahr im Verzug!

Absicht des Gesetzgebers im Glücksspiel:

Der Gesetzgeber beabsichtigt insbesondere die Hintanhaltung der Spielsucht, den Schutz der Spieler und die Bekämpfung der damit zusammenhängenden Kriminalität. Die derzeitige Vorgangsweise, die illegalen Spielautomaten stehen zu lassen, ist falsch. Dies ist nun ganz klar bewiesen.

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