- 28.05.2012, 09:19:25
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Caritas-Kongress: Startschuss für "Zukunft ohne Hunger"
Auslandshilfechef Schweifer: Hunger "chronische Megakatastrophe, die sich jeden Tag aufs Neue abspielt"
Wien, 28.05.12 (KAP) Hunger wird öffentlich und politisch zumeist
nur dann zum Thema, wenn es eine akute Hungerkatastrophe gibt. "Dass
925 Millionen Menschen permanent an Hunger und Unterernährung leiden
und jeden Tag tausende Kinder an den Folgen von Hunger und
Unterernährung sterben, wird bestenfalls als ein Hintergrundrauschen
wahrgenommen", kritisiert der Leiter der Caritas-Auslandshilfe,
Christoph Schweifer, im "Kathpress"-Gespräch. "In Wirklichkeit haben
wir eine chronische Megakatastrophe, die sich jeden Tag aufs Neue
abspielt." Um das Thema nun stärker ins Bewusstsein der Menschen zu
bringen, lädt die Caritas am 1. und 2. Juni zum internationalen
Kongress "Zukunft ohne Hunger" in Wien.
Der Kongress bringt Experten aus mehr als 20 Ländern zusammen,
darunter Vertreter von UN und NGOs, renommierte Wissenschaftler und
Forscher und internationale Caritas-Mitarbeiter. Sie werden laut dem
Auslandshilfechef gemeinsam beraten, was die wirksamsten Methoden
zur Hungerbewältigung sind.
Unter den Vortragenden finden sich internationale Größen wie etwa
Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für Internationale
Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenbewältigung, Mohan Mohan
Munasinghe, als Vizevorsitzender des Weltklimarates der Vereinten
Nationen (IPCC-AR4) Träger des Friedensnobelpreises 2007, und Tesfai
Tecle, ehemaliger Vizegeneraldirektor der UN-Ernährungsorganisation
FAO, sowie Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, Präsident der Caritas
Internationalis, und Thomas Stelzer, beigeordneter Generalsekretär
für Politikkoordination und interinstitutionelle Angelegenheiten der
Vereinten Nationen.
Mit der Veranstaltung solle durchaus die öffentliche "Erregung über
den Skandal des Hungers" erhöht werden: "Skandal deshalb, weil
Hunger nicht sein müsste: Hunger als Massenphänomen ist vermeidbar",
betonte Schweifer. Es gebe durchaus Wege und Möglichkeiten, etwas
gegen den Hunger in der Welt zu tun.
Der Kongress in Wien solle eine Art kollektives Aufwachen anstoßen:
"Er ist Startpunkt für eine neue Offensive in diesem Kampf. Es ist
Startpunkt für eine Bewegung gegen Hunger, weil wir fest davon
überzeugt sind, dass Menschen, wenn sie um die Zusammenhänge wissen,
bereit sind, sich für eine bessere Welt einzusetzen", so Schweifer
zur "Kathpress".
Information: www.zukunft-ohne-hunger.at
Mehr auf www.kathpress.at (ende) ssc/jop/gut/
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