Heinz Fischer: Ja zu Griechenland in der Eurozone, Nein zu mehr Volksabstimmungen

KURIER: Bundespräsident will keine Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild und kritisiert FPÖ-Mann Martin Graf: "Das tut man so nicht"

Wien (OTS) - In einem Interview für die Sonntagsausgabe der Tageszeitung KURIER plädiert Bundespräsident Heinz Fischer für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone ("ökonomisch billiger" und "politisch besser") und er spricht sich gegen ein direkt-demokratische Modell nach Schweizer Vorbild aus: "Die Politiker sollten mehr Staatsmänner sein. Sie müssen Lehren aus der Politiker-Verdrossenheit ziehen, langfristig denken und Resultate liefern.Sie müssen bereit sein, Entscheidungen zu treffen und diese nicht an ihre Auftraggeber, also die Wählerinnen und Wähler, zurückgeben. Das Volk ist der Auftraggeber und wählt Politiker, damit diese Verantwortung übernehmen."
In dem Interview weist Fischer zurück, er habe keinen Termin für den Dalai Lama gehabt ("Das ist frei erfunden"), und er kritisiert den in eine Stiftungsaffäre verwickelten Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf: Bei dem Fall gehe "es nicht in erster Linie darum, ob gegen eine Bestimmung des Strafgesetzes verstoßen wurde, sondern um die Unterscheidung zwischen dem, was sich gehört und was nicht".
Im konkreten Fall hätte sich Fischer von Graf "eine andere Vorgangsweise" gewünscht. Das hätte "eine Selbstverständlichkeit sein müssen. Das tut man so nicht."

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