- 25.05.2012, 12:16:52
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Schmied und Kurz: Schulische Sprachförderung wird verlängert.
Bundesregierung beschließt nach Evaluierung der bisherigen schulischen Sprachförderung durch die Universität Wien weitere Investitionen von 47,8 Millionen Euro bis 2014.
Wien (OTS) - Seit dem Schuljahr 2006/07 wurde das System der
Sprachförderkurse für außerordentliche SchülerInnen mit einer anderen
Erstsprache als Deutsch kontinuierlich ausgebaut. Im laufenden
Schuljahr stehen für die Kurse, die ab 8 SchülerInnen pro Gruppe auch
schulstufen- und schulübergreifend angeboten werden und 11
Wochenstunden in eigenen Gruppen oder integrativ in Form von
Teamteaching angeboten werden, jährlich rund 440 Planstellen zur
Verfügung. Das entspricht ungefähr 9.500 Unterrichts-Wochenstunden
oder 23,9 Millionen Euro an Budgetmitteln.
Sprachförderkurse stellen eine mittlerweile unverzichtbare Maßnahme
zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit einer anderen
Erstsprache als Deutsch dar. Diese haben sich in den letzten sechs
Jahren als Instrument der Vermittlung und Festigung
unterrichtssprachlicher Kompetenzen und der sozialen Integration in
der Klasse äußerst bewährt. Dies belegen auch die
Evaluierungsergebnisse des Bundesinstituts für Bildungsforschung,
Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE).
Das Evaluierungskonzept gründete sich auf Befragungen von
Landesschulinspektorinnen und -inspektoren, Schulleiterinnen und
-leitern sowie von Lehrerinnen und Lehrern.
Aufbauend auf diese Evaluation wurde im Rahmen einer Untersuchung der
Universität Wien, Institut für Germanistik, Zentrum für
Sprachstandsdiagnostik der positive Effekt der Wirksamkeit der
Sprachförderkurse auf Unterrichtsebene nachgewiesen. Nachdem diese
Maßnahme mit zwei Jahren befristet ist und mit Ende des Schuljahres
2011/2012 ausläuft, soll sie um weitere zwei Jahre verlängert werden.
Die dafür notwendige Änderung des Paragraf 8e des SchOG soll am
Mittwoch den Ministerrat passieren - damit kann das Parlament die
budgetär vom BMUKK bis 2014 schon vorgesehenen Investitionen von
insgesamt 47,8 Millionen Euro in die schulische Sprachförderung für
die nächsten beiden Schuljahre beschließen und es kann gemäß den
Empfehlungen der Universität Wien die Sprachförderung im bisherigen
Umfang voll aufrecht erhalten bleiben.
Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied erklärt dazu: "Mit der
Verlängerung der Sprachförderkurse setzen wir einen weiteren Schritt
zu mehr Chancengerechtigkeit. Diese sind dringend notwendig um
Schülerinnen und Schülern mit einer anderen Erstsprache als Deutsch
zu unterstützen. Dadurch lernen sie die Unterrichtssprache und wir
unterstützen das Miteinander in den Klassen. Ich bedanke mich bei den
Bildungssprechern der Koalitionsparteien Werner Amon und Elmar Mayer
sowie bei Herrn Staatssekretär Sebastian Kurz für die Unterstützung
meines Antrags und die gute Zusammenarbeit bei der Umsetzung dieser
integrations- und bildungspolitisch wichtigen Maßnahme."
Staatssekretär Sebastian Kurz zeigt sich ebenfalls erfreut über diese
rasche Einigung: "Früher investieren, statt später reparieren - das
muss langfristig unser Ziel sein. Und die Verlängerung der
Deutschförderung im Unterricht setzt genau da an. Deutschkenntnisse
sind die Grundvoraussetzung, um dem Unterricht in unseren Schulen zu
folgen. Wer nicht Deutsch kann, hat keine Chance. Daher bin ich froh,
dass wir jenen Schülern, die unsere Sprache nicht sprechen, nun
weiterhin entsprechende Deutschförderung geben können."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Josef Galley Pressesprecher Tel.: +43-1-53120-5019 mailto:josef.galley@bmukk.gv.at bmukk.gv.at mobil: +43-664-96-99-616 Staatssekretariat für Integration Pressereferat 1010 Wien, Minoritenplatz 9 Tel +43 1 53126-7005 mailto:kristina.rausch@bmi.gv.at
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