- 25.05.2012, 10:20:54
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Jank mit Biotech- und Pharmafirmen auf Wirtschaftsmission in China
China reformiert Gesundheitssystem und investiert in Pharma- und Biotechnologie - Jank: Wiener Know-how im Bereich Life-Sciences entwickelt sich zum Exportschlager
Wien (OTS) - Im Rahmen einer sechstägigen China-Reise nützt
Österreichs Wirtschaftsvertreterin WK Wien-Präsidentin Brigitte Jank
derzeit die Gelegenheit, in Gesprächen mit Politikern,
Wissenschaftlern und Unternehmen die wirtschaftlichen Beziehungen
zwischen Österreich und China zu vertiefen. "Know-how aus Wien ist in
China sehr gefragt. Wir sind hier, um neue Kontakte zu knüpfen und
ein Netzwerk von Kooperationen aufzubauen", sagt Brigitte Jank.
Themen sind dabei u.a. die Bereiche Pharmaforschung, Medizintechnik
und Biotechnologie, in die China massiv investiert. Deshalb liegt der
Schwerpunkt der Reise auf der Präsentation des Life-Science-Clusters
Wien, der sich international einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat.
Insgesamt 15 Wiener Unternehmen aus den Bereichen Medizin,
Biotechnologie und Pharmaindustrie nehmen an der Wirtschaftsmission
unter Führung der WK-Wien Präsidentin und in Kooperation mit LISA
Vienna (Life Science Austria) und der Außenwirtschaft Österreich
(AWO) teil. Am Freitag wird in Shanghai mit dem Industrieverband
Saitec ein bilaterales Abkommen für Technologiekooperationen
abgeschlossen.*****
Die Teilnehmer an der Wirtschaftsmission nach China repräsentieren
die gesamte Bandbreite der starken und florierenden
Life-Science-Branche in Wien: Wissenschaftler vom AKH auf der Suche
nach Kooperationspartnern, pharmazeutische Unternehmen mit neuen
Produkten für den chinesischen Markt, Hersteller von medizinischem
Equipment und Anlagenbauer für die Produktion von Pharmazeutika. Und
Erfolge sind nach den ersten Tagen der Wirtschaftsmission bereits zu
erkennen. "Mit unserem antiviralen Nasenspray haben wir bereits den
europäischen Markt erobert, China soll nun folgen. Die ersten
Kontakte während dieser Reise sind jedenfalls äußerst
vielversprechend", erklärt Johanna Uhlmann vom Wiener
Biotechnologie-Unternehmen Marinomed. Ebenfalls sehr erfolgreich
verläuft die China-Reise für Hendrik Ankersmit, Dozent am Wiener AKH.
Er ist der Gründer des spinoff-Unternehmens Aposcience, das einen
Marker zur Früherkennung von Lungenkrebs und zwei blutbasierte
Medikamente zur Behandlung von Herzinfarkten und Wunden entwickelt
hat. "Wir sind nach China gekommen, um Investoren für die klinischen
Studien unserer Medikamente zu gewinnen. Ich bin guter Dinge, dass
uns das gelingen wird", sagt Ankersmit.
Das Reich der Mitte als wichtigster Wachstumsmarkt
China zählt schon heute zu den größten pharmazeutischen Märkten der
Welt - in wenigen Jahren wird China zum unumstrittenen
Weltmarktführer aufsteigen. Vor allem die Gesundheitsreform, die
rasche Urbanisierung, höhere Einkommen und ein positives
Gesundheitsbewusstsein sind entscheidende Wachstumsfaktoren des
chinesischen Pharma- und Biotechmarkts. Im aktuellen 5-Jahresplan der
Chinesischen Regierung nimmt die Biotechentwicklung und speziell die
Gesundheitsreform eine zentrale Bedeutung ein. So sollen
beispielsweise 30 innovative und einzigartige Arzneistoffe aus
eigener Entwicklung erstellt werden und die durchschnittliche
jährliche Wachstumsrate der Biotech-Branche soll über 15 Prozent
liegen. Außerdem wird die pharmazeutische Industrie einer raschen und
grundlegenden Restrukturierung unterzogen: Künftig sollen 80 Prozent
des chinesischen Arzneimittelmarktes von 20 Unternehmen kontrolliert
werden. Biotechnologie wird in China zur Schlüsseldisziplin für die
Arzneimittelforschung. Und: China setzt verstärkt auf Qualität - das
geht aus den Gesprächen in Peking hervor. "Die chinesische Biotech-
und Pharmaindustrie haben ein starkes Interesse an westlicher
Medizintechnik. Die hohen europäischen Standards bei der Produktion
von Pharmazeutika und das Bedürfnis nach Forschungskooperationen
machen den chinesischen Markt für europäische Betriebe in den
nächsten Jahren besonders interessant", sagt Jank und prognostiziert:
"Die Wirtschaftsmission nach China markiert den Anfang einer engen
Zusammenarbeit im Biotech-Bereich. Ich bin mir sicher, dass
Life-Science made in Austria zum Exportschlager wird."
Life-Sciences als Zugpferd der Wiener Wirtschaft
Wien ist das Zentrum der heimischen Life-Science-Branche. Die
Bereiche Biotechnologie, Pharmazeutik und Medizintechnik haben sich
in den letzten 10 Jahren am Standort Wien dynamisch und nachhaltig
entwickelt. So beschäftigte die Branche im Jahr 2010 9000 Mitarbeiter
und erwirtschaftete einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Zusätzlich
arbeiten rund 3800 Forscher an fünf Universitäten und in einer Reihe
außeruniversitärer Einrichtungen. Speziell im Bereich der
Biotechnolgien haben sich viele Wiener Unternehmen international
einen hervorragenden Ruf erarbeitet. 61 Unternehmen bilden in der
Bundeshauptstadt den Biotech-Cluster, knapp 60 Prozent aller
heimischen Betriebe sind in Wien angesiedelt. Rund 880 Mio. Euro
erwirtschaftet der Biotech-Cluster alleine in Wien. Der Schwerpunkt
der biotechnologischen Forschung liegt in Wien auf dem medizinischen
Bereich. 75 Prozent der Wiener Biotechnologieunternehmen
konzentrieren sich auf Onkologie, Immunologie und
Entzündungsreaktion, Infektologie und Neurobiologie.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Wien Martin Sattler Presse & Medienmanagement Tel.: 01 51450-1314 mailto:[email protected] http://www.wko.at/wien
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