• 24.05.2012, 12:50:31
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Terrex 2012- Darabos: Miliz verstärkt für den Inlandseinsatz heranziehen

Kufstein (OTS/BMLVS) - Seit 2007 780.000 Übungstage abgeleistet -
Bereits 750 Bewerbungen für Pilotprojekt "Freiwilligenmiliz"

Die Miliz des Österreichischen Bundesheeres soll künftig vermehrt
üben und auch verstärkt zu Einsätzen im Inland herangezogen werden.
Das sagte Verteidigungsminister Norbert Darabos am Donnerstag bei
einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Milizbeauftragten des
Bundesheeres, Brigadier Heinz Hufler in Kufstein am Rande der
Katastrophenschutzübung Terrex 2012. "Mein Ziel sind jährliche
geschlossene Übungen. Nur eine übende Miliz ist lebendig und
einsatzbereit", sagte Darabos. Das von ihm initiierte Pilotprojekt
"Freiwilligenmiliz" sei dafür ein erster Schritt, so der Minister.

Im Rahmen des Pilotprojektes werden zwei Miliz-Pionierkompanien -
angesiedelt in Niederösterreich und Salzburg - aufgestellt, deren
Angehörige zwei bis drei Wochen pro Jahr üben und für Einsätze im
Inland zur Verfügung stehen. Im Gegenzug erhalten sie eine jährlich
Prämie von 5.000 Euro. "In den ersten drei Monaten haben sich bereits
750 Interessenten gemeldet. Ich bin zuversichtlich, dass wir
ausreichend Freiwillige finden", sagte Darabos. Ab November 2012
werden die ersten Formierungsübungen stattfinden. Ab 2013 stehen
beide Kompanien für Einsätze bereit. "Gerade in zwei Bundesländer,
die in den vergangenen Jahren unter Naturkatastrophen zu leiden
hatten ein wertvoller Beitrag", so Darabos.

In den vergangenen Jahren habe man für die Miliz wichtige
Verbesserungen erreicht, sie gestärkt und modernisiert, so Darabos.
Durch das Aussetzen der Übungen habe sich die Miliz bei seinem
Amtsantritt in einem "Dornröschenschlaf" befunden. "Wir haben die
Miliz aus diesem unsäglichen Dämmerzustand geholt und sie wieder
dorthin gebracht, wo sie hin gehört: ins Feld, in den Einsatz", so
der Minister. Seit 2007 führen die Verbände und Einheiten der Miliz
wieder regelmäßig Waffenübungen im Zweijahres-Rhythmus durch. In den
vergangenen fünf Jahren wurden insgesamt über 40.000 Milizangehörige
zu Übungen einberufen. Dabei haben diese 780.000 Übungstage
abgeleistet.

Milizbeauftragter Hufler: "Dass die Miliz integraler Bestandteil des
Bundesheeres ist, ist unbestritten. Ohne Miliz könnte das Heer seine
Aufträge nicht erfüllen."

Auch wurde für die Miliz moderne Ausrüstung beschafft. 60 Prozent der
Milizverbände sind beispielsweise bereits mit dem neuen Kampfanzug 03
ausgerüstet. Bis Ende 2012 wird vollständig umgerüstet sein.
Sämtliche für die präsenten Kräfte angeschafften Ausrüstungsgüter
stehen der Miliz für Übungen und im Einsatz zur Verfügung. Um die
Vereinbarkeit von Milizdienst und Beruf zu erleichtern, wurde das
"Netzwerk Miliz" aus Interessensvertretern, Experten und
Arbeitgebervertretern geschaffen.

Bei der trinationalen Katastrophenhilfeübung Terrex 2012 proben über
2.500 Soldaten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz für den
Ernstfall. Das Österreichische Bundesheer ist mit 800 Frauen und
Männer vertreten - davon 600 Milizsoldaten.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kommunikation / Presse
Tel.: +43 664-622-1005
mailto:[email protected]
http://www.bundesheer.at

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