VCÖ-Studie: Verkehr zwischen Klimaschutz und Rohstoffkrise

VCÖ: Rohstoffverbrauch reduzieren, um Mobilität langfristig zu sichern

Wien (OTS) - Der Energiebedarf des Verkehrs in Österreich ist in den letzten zwanzig Jahren um 76 Prozent gestiegen. Österreichs Verkehr ist zu 91 Prozent von Erdöl abhängig. Die Ölabhängigkeit sowie der Bedarf an begrenzt verfügbaren Rohstoffen wie Metallen, Seltenen Erden oder der Ressource Land bedrohen unsere Mobilität, warnt der VCÖ in einer aktuellen Studie.

"Das Auto-fixierte Verkehrssystem benötigt enorme Mengen an Ressourcen. Alleine der Materialverbrauch für Österreichs Pkw-Flotte hat sich seit den 1960er Jahren verzwanzigfacht. Machen wir so weiter, brauchen wir im Jahr 2050 mehr als zwei Planeten, um den weltweiten Bedarf zu decken. Ein Paradigmenwechsel ist daher dringender als je zuvor!" betont VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Der Verkehr verursacht durch den enormen Einsatz von Erdöl 27 Prozent der Treibhausgasemissionen in Österreich und ist damit das Sorgenkind des Klimaschutzes. Bis zum Jahr 2050 müssen die CO2-Emissionen des Verkehrs um 76 reduziert werden, um die EU-Klimaschutzziele zu erreichen.

"Um unsere Mobilität langfristig zu sichern, ist der Rohstoffverbrauch des Verkehrs zu reduzieren. Es gilt daher Anreize für die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs zu setzen, wie etwa mit Öffi-Jobtickets für alle Beschäftigten. Kontraproduktive Förderungen wie steuerliche Begünstigungen des Flugverkehrs oder von Firmenwägen sind abzuschaffen. Die Pendelförderung soll statt Autofahrende jene fördern, die Öffis nutzen", nennt VCÖ-Experte Markus Gansterer einige Beispiele.

Die VCÖ-Studie "Klimaschutz, Rohstoffkrise und Verkehr" ist beim VCÖ erhältlich: (01) 8932697, vcoe@vcoe.at, www.vcoe.at

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