- 23.05.2012, 09:36:28
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VIER PFOTEN: Vorgezogene Umstellung auf EU-Zahlscheine bringt Nachteile für Spendenorganisationen
Tierschutzorganisation fordert längere Übergangsfristen nach dem Vorbild Deutschlands
Wien (OTS) - Der Plan der österreichischen Banken, die EU-weit ab
1. Februar 2014 geltende SEPA-Norm bereits am 1. Jänner 2013
einzuführen, hätte laut VIER PFOTEN nicht nur enorme Nachteile für
ältere und sehbehinderte Menschen, sondern würde auch
Spendenorganisationen erheblich schaden. Die gewohnten Erlagscheine
sollen nach den Plänen der Banken ohne ausreichende Umstellungszeit
bereits ein Jahr früher ihre Gültigkeit verlieren, für Überweisungen
müssen Bankkunden dann statt der zumeist fünf- bis sechsstelligen
Kontonummer einen 20-stelligen IBAN-Code eintragen.
"Dies geht eindeutig zu Lasten von Älteren und Sehbehinderten",
sagt Helmut Dungler, Geschäftsführer von Vier Pfoten. "Die
überfallsartige Einführung der neuen Norm verunsichert sie, und das
Ausfüllen eines Erlagscheins wird zur potenziellen Fehlerquelle." In
weiterer Folge, so Dungler, könnte die vorgezogene Einführung von
SEPA auch erhebliche Einbußen für Spendenorganisationen bringen, wenn
ältere Menschen - was abzusehen ist - es aus diesem Grund überhaupt
vermeiden, Überweisungen zu tätigen.
VIER PFOTEN unterstützt daher die Forderung des Fundraising
Verband Austria nach einer termingerechten Umstellung auf die
SEPA-Norm per 1. Februar 2014. Der Übergang müsse außerdem von einer
ausführlichen Informationskampagne begleitet werden. "Unsere Spender
sind keine Versuchskaninchen", bringt es Helmut Dungler auf den
Punkt. Man müsse die Menschen ausreichend auf die Änderungen
vorbereiten. Und ebenso wie der Verband verweist Dungler auf das
Beispiel Deutschland: "Dort ermöglicht eine Übergangsregelung die
Annahme der alten Erlagscheine bis 1. Februar 2016. Österreich sollte
im Interesse seiner Bürger und zahlreichen Spender diesem Vorbild
unbedingt folgen."
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