• 23.05.2012, 09:30:36
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Meteoritenpassage im MuseumsQuartier

Wien (OTS) - Der MQ Eingang beim Volkstheater hat sich in den
letzten Monaten in die mittlerweile fünfte Themenpassage im
MuseumsQuartier Wien verwandelt und bietet den BesucherInnen
"Außerirdisches".

Das MuseumsQuartier ist auf Grund der beiden großen Neubauten,
LEOPOLD MUSEUM und mumok, seit jeher von einer starken Steinsymbolik
geprägt. "Dem MQ wurde zudem bereits bei der Grundsteinlegung im Jahr
1999 als Intervention des Künstlers Ecke Bonk ein großer Meteorit aus
der Sammlung des benachbarten Naturhistorischen Museums gewidmet. In
der neu gestalteten Meteoritenpassage, genau in der Sichtachse zum
Naturhistorischen Museum, haben wir jetzt einen prominenten Platz für
diesen Meteoriten gefunden", so MuseumsQuartier Direktor Dr.
Christian Strasser.

Nach einem jetzt von Ecke Bonk aktualisierten Konzept wurde der
tonnengewölbte Durchgang mit einem Erdmineral (Goldocker) ausgemalt
und zusätzlich beleuchtet. Der Meteorit wurde in eine Rundvitrine in
die Wand eingelassen. Auf der Abdeckung der Meteoritenvitrine
befindet sich ein Zeichenring des alphanumerischen Systems. Der
Schriftzug "Born in Stars We live on Earth as Poets" ist ein Zitat
von William Blake aus dem Revolutionsjahr 1789. Ergänzt wird die
Installation durch eine große, an der Wand montierte Scheibe, die
eine spiralförmige Entwicklung des Periodensystems der Elemente
zeigt.

"Waren die Meteoriten zunächst reines Phänomen am Himmel, ohne
Begrifflichkeit, so sind sie heute Himmelsboten, die uns - nach
Aussage von Wissenschaftlern - etwas über die Vergangenheit und die
Zukunft unseres Universums erzählen können. Seltene Exemplare unter
den kleinen Wanderern (griech: mikroplaneteii) werden sogar als
intergalaktischer Shuttledienst von Urkeimen (bakterion) des Lebens
angesehen. Das Periodensystem der Elemente ist das hochkonzentrierte
Ergebnis unseres kulturellen Bemühens, Materie in ihrem innersten
Aufbau zu verstehen und in einem Modell zu fassen. Vergleichbar ist
die Ökonomie dieses Modells nur noch mit unserer alphanumerischen
Schrift, dem ABC selbst", so Ecke Bonk.

Meteoriten sind das älteste Material, das auf der Erde zu finden
ist. "Sie sind Zeitzeugen von der Entstehung unseres Sonnensystems
und der Erde, unserer kosmischen Heimat. Die Untersuchung der
chemischen Zusammensetzung der Meteoriten hat gezeigt, dass fast alle
chemischen Elemente - auch die, aus denen wir Menschen aufgebaut
sind - im Inneren von Sternen gebildet wurden. In diesem Sinn sind
wir alle Sternenstaub", so Univ.-Prof. Dr. Christian Köberl,
Generaldirektor Naturhistorisches Museum.

Die Themenpassagen des MQ, die auf Initiative des quartier21
entwickelt wurden, sind strukturiert wie ein komplettes Museum: Es
gibt einen prominenten Ort, eine thematische Widmung, Kuratoren,
Ausstellungen und Besucher. Im Unterschied zu herkömmlichen Museen
können die Passagen von den BesucherInnen zu jeder Tageszeit
besichtigt werden. Neben TONSPUR_passage, KABINETT comic passage,
STREET ART PASSAGE VIENNA und Typopassage ist die Meteoritenpassage
das insgesamt fünfte dieser Mikromuseen im öffentlichen Raum des
MuseumsQuartier. Das Grundkonzept und die Themen der Passagen wurden
von Vitus Weh entwickelt.

Rückfragehinweis:
Presse MQ: Mag. Irene Preißler
Tel. [+43] (0)1 / 523 58 81 - 1712
E-mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MQW

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