• 22.05.2012, 15:13:06
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Bischof Bünker pflanzte Elsbeere im Garten des Evangelischen Zentrums

"Lutherin-Baum" soll in möglichst vielen Pfarrgemeinden stehen - Honorarfreie Fotos

Wien (OTS/epdÖ) - Etliche evangelische Pfarrgemeinden haben es
bereits getan und nun auch das Evangelische Zentrum in Wien: Am
Dienstag, 22. Mai, dem "Tag der Artenvielfalt", pflanzte der
evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker gemeinsam mit den
MitarbeiterInnen einen Elsbeerenbaum.

In einem Brief von Martin Luther an Johannes Agricola aus dem Jahr
1525 wird die Elsbeere unter diesem deutschen Namen, der bis heute
gebräuchlich geblieben ist, erstmals erwähnt. Dort schreibt der
Reformator ebenfalls, dass seine Frau Katharina von Bora diesen Baum
sehr schätze - darum wird die Elsbeere auch "Lutherin-Baum" genannt.
Die Elsbeere, verwandt übrigens mit der Rose, ist "Baum des Jahres"
2012. "Es geht uns darum, dass möglichst viele Pfarrgemeinden
Elsbeeren in Österreich pflanzen", betonte Bischof Michael Bünker bei
der Pflanzung und der anschließenden Feier. "Daher laden wir die
evangelischen Pfarrgemeinden ein, Patenschaften für Elsbeer-Bäume zu
übernehmen, indem die Gemeinden die Bäume nach der Pflanzung auch
beschützen." Die Erhaltung der Vielfalt der Lebensräume und damit
auch der Vielfalt der Arten in Österreichs Kulturlandschaften sei
Auftrag an die Fülle der Landnutzer, "also auch an jede/jeden von
uns", so der Bischof.

In Deutschland fast ausgestorben, gibt es in der
niederösterreichischen Marktgemeinde Michelbach im Wiesenwienerwald
den "Verein zur Erhaltung, Pflege und Vermarktung der Elsbeere", denn
dort, im östlichen Mostviertel, gedeiht die Elsbeere besonders gut.
Förster Hans Kiesling, einer der Väter der Elsbeeren-Partnerschaft,
der neben Veronika Mayer und anderen VertreterInnen des Vereins zu
der Pflanzung gekommen war, wies in seiner Ansprache auf den "Tag der
Artenvielfalt" hin, der eben am 22. Mai begangen wird: "Es ist schön,
dass nun auch hier eine Elsbeere steht. Und wenn ich mich so
umschaue, dann sehe ich, gerade am 'Tag der Artenvielfalt', hier sehr
viele verschiedene Pflanzen." Gemeinsam mit der ARGE Forstkultur ruft
der Verein dazu auf, Elsbeer-Patenschaften zu übernehmen, um die
ökologische und wirtschaftliche Bedeutung dieser seltenen Baumart
öffentlich zu unterstreichen.
Die Elsbeere wächst sehr langsam und kann bis zu 300 Jahre alt
werden. Das Bäumchen, das beim Kirchenamt gepflanzt wurde, ist rund
acht Jahre alt und misst etwa 1,50 Meter. Aus den Früchten, die erst
nach 15 Jahren zum ersten Mal geerntet werden können, kann unter
anderem Fruchtaufstrich oder Schnaps gemacht werden. Das
Elsbeerenholz ist sehr begehrt - etwa bei Orgelbauern - und
entsprechend teuer.

Hinweis: Honarfreie Bilder in Druckqualität bitte unter [email protected]
anfordern

Info: www.elsbeerpaten2012.at -

Rückfragehinweis:
epdÖ
Dr. Thomas Dasek
Tel.: (01) 712 54 61 DW 12
mailto:[email protected]
http://www.evang.at

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