• 22.05.2012, 11:42:00
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Vorbildliches Projekt zum Abbau von Aggressionen im Schulalltag

Burgstaller besuchte Peer-Mediation-Ausbildung an der Neuen Mittelschule Nonntal

Salzburg (OTS) - (LK) Seit fünf Jahren fördern mit Unterstützung
des Landes Salzburg sechs Salzburger Kiwanis Clubs (Hallein, Lungau,
Neumarkt-Wallersee, Salzburg1, Salzburg-Rupertus und Zell am See)
unter dem Kiwanis-Motto: "Wir bauen den Kindern eine Brücke in die
Zukunft" das Projekt "Peer Mediation" an Salzburger Schulen. "Jeder
hier eingesetzte Euro und jede dafür eingebrachte Arbeitszeit rechnet
sich nachhaltig. Mittlerweile lösen mehr als 420 Streitschlichter an
den Schulen ihre Konflikte untereinander auf konstruktive Weise
selber und schaffen so einen Nutzen für alle Beteiligten: Schülern
werden Aufgaben übertragen, sie übernehmen Verantwortung und
gestalten den Schulalltag aktiv mit. Konflikte werden schon
wesentlich früher erkannt, es kommt zu deutlich weniger
Gewaltbereitschaft und Gewalt. Dabei ziehen die Schüler mit den
Lehrern am selben Strang", erklärte Landeshauptfrau Mag. Gabi
Burgstaller heute, Dienstag, 22. Mai, beim Besuch der
Peer-Mediation-Ausbildung an der Neuen Mittelschule Nonntal.

Ausgebildete Mediatoren bilden jährlich Schüler und Schülerinnen zu
Peers aus. Bereits Elfjährige agieren erfolgreich als Mediatorinnen
und Mediatoren und tragen so zu einem guten Klassenklima bei. Für das
Projekt wurden bisher mehr als 115.000 Euro aufgewendet. Das
Bildungsressort unterstützte die Peer-Mediation-Ausbildung 2010 und
2011 mit insgesamt 45.000 Euro.

Die Peer Mediation-Ausbildung an der Neuen Mittelschule Nonntal wird
durch den Kiwanis Club Salzburg1 finanziert und wurde im Schuljahr
2008/2009 eingeführt.

Zwei Lehrpersonen der Schule besuchten im Schuljahr 2009/2010 den
Lehrgang Peer Mediation an der Pädagogischen Hochschule Salzburg, um
diesen zu Verankern. Jährlich werden rund 14 Schüler/innen der 2.
Klassen zu Peer Mediatoren ausgebildet. Pro Schuljahr finden etwa 30
Mediationen am Standort - meist in den großen Pausen und nach dem
Unterricht, mitunter auch während des Unterrichts - statt.

Die Peer-Mediation wird vom überwiegenden Teil der befragten
Mitschüler als "gute Sache" eingestuft. Sie hat sich sehr gut bewährt
und das Klassenklima hat sich seit Einführung der Peer-Mediation
gebessert. Der Großteil der Peer-Mediator/innen gab an, dass sich die
Situation im Schulalltag seit Einführung der Peer Mediation
verbessert hat. Früher habe es mehr Streitigkeiten gegeben, die auch
mit mehr Gewalt verbunden waren. Die Mitschüler seien generell
aggressiver gewesen. Diese Einschätzungen sind vor allem auch vor dem
Hintergrund bemerkenswert, dass die Peer-Mediatoren vor der
Ausbildung nicht so sehr auf Streitigkeiten zwischen Mitschülern
geachtet haben, d.h. erst seit der Ausbildung, Streit sensibler
wahrnehmen.

Die sechs Kiwanis Clubs, die die "Peer-Mediation-Ausbildung an
Salzburger Schulen" mit Un-terstützung durch das Land Salzburg
finanzieren, wollen dieses so erfolgreiche, von Schulleiterinnen und
Schulleitern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern geschätzte und
wichtig eingestufte Peerprojekt dem Landesschulrat und in Folge dem
Bildungsministerium zur Aufnahme in den Regelunterricht empfehlen.
Damit soll eine gewaltfreie Schule bzw. Gesellschaft gefördert
werden. q108-60

Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg - Medien- und Marketingzentrum
Chefredakteurin Mag. Karin Gföllner
Tel.: (0662) 80 42 / 24 33
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at

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