• 21.05.2012, 11:46:50
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ÖAMTC: Rote Karte für die City-Maut

Gefragt sind intelligente Alternativen

Wien (OTS) - "Bereits im Februar 2010 haben sich 77 Prozent der
Wiener gegen eine City-Maut ausgesprochen", erinnert ÖAMTC-Jurist
Martin Hoffer anlässlich der wieder aufgeflammten Diskussion.
Abgesehen von diesem mehr als deutlichen Votum gegen die Einführung
einer City-Maut, wäre diese auch noch teuer und in Anbetracht ohnehin
sinkender Verkehrszahlen in den Innenbezirken unnötig.

Für den ÖAMTC ist es völlig klar, dass gerade in einer Stadt wie
Wien das Auto nicht das Fortbewegungsmittel erster Wahl sein muss.
"Es ist wirklich nicht notwendig, dass jeder Meter mit dem Auto
zurückgelegt wird", meint Hoffer dazu. "Aber das tut inzwischen
ohnehin kaum noch jemand. Und es kann nicht sein, dass Autofahrern
permanent ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, wenn sie dann doch
einmal in ihr Auto steigen."

Anstatt mit den Diskussionen rund um eine City-Maut oder die
erweiterten Kurzparkzonen die Autofahrer zu vergrämen, wäre es aus
Sicht des ÖAMTC weitaus wichtiger, den Wienern und den 200.000 nach
Wien einpendelnden Kraftfahrern den Umstieg auf öffentliche
Verkehrsmittel noch schmackhafter zu machen. Diesbezüglich hätte der
Club einige konstruktive Vorschläge:

* Bessere Bewerbung des bestehenden Park & Ride-Angebotes
* Verbesserung der Umsteigemöglichkeiten vom Auto zu den öffentlichen
Verkehrsmitteln entlang des Straßennetzes an der Peripherie
* Weiterer Ausbau des Nahverkehrssystems im Großraum Wien zur
Qualitätsverbesserung für den Pendlerverkehr
* Rasche Umsetzung des Verkehrsinformations- und
Verkehrsmanagementsystems am Autobahnnetz und Zusammenführung mit den
innerstädtischen Verkehrsleitsystemen
* Förderung von Mobilitätsinitiativen, beispielsweise
Fahrgemeinschaften

"Letztendlich geht es um die sinnvolle Verknüpfung zwischen
verschiedenen Mobilitätsvarianten, also eine optimale Kombination von
Individualverkehr, Öffentlichen Transportmitteln, Park&Ride-Systemen
und der vorhandenen Parkraumbewirtschaftung", fordert der
ÖAMTC-Experte abschließend. "So wird es langfristig gelingen, noch
mehr Autofahrer zu einem alternativen und nachhaltigen
Mobilitätsverhalten zu motivieren."

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Ralph Schüller
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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