• 16.05.2012, 14:07:14
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Berlakovich und Waldner: Wasserkraft ist wichtiger Baustein für weltweit nachhaltige Energiepolitik

Österreich als internationaler Beispielgeber - Wasserkraft darf nicht gegen Natur gerichtet sein

Wien (OTS) - "Die nachhaltige Nutzung der Wasserkraft hat großes
Potenzial, um die Energieversorgung in ärmeren Ländern der Welt zu
verbessern. Österreich verfügt über ein breites Know-How im Bereich
der Wasserkraft und bietet dieses auch anderen Ländern beim Ausbau
von nachhaltiger Energie an. Wir wollen aber auch im eigenen Land
energieunabhängig werden. Auf dem Weg zur Energieautarkie bis zum
Jahr 2050 ist der behutsame und umweltschonende Ausbau der
Wasserkraft ein wichtiger Baustein," sagte Umweltminister Nikolaus
Berlakovich bei einer internationalen Fachkonferenz, die heute,
Mittwoch, auf Einladung von Umweltministerium, Außenministerium und
Energieagentur in Wien stattfand.

Außenamts-Staatssekretär Wolfgang Waldner erklärte in seinem
Statement, dass die Implementierung von Green Economy in den
Entwicklungsländern ein probates Mittel zur Armutsbekämpfung sei.
"Österreich stellt in einer Reihe von entwicklungspolitischen
Projekten in ausgewählten Regionen seine Expertise in Wasserkraft zur
Verfügung - mit großem Erfolg. Künftig müsse aber auch das Potential
weiterer erneuerbarer Energieträger genutzt werden, um einen
optimalen Mix zur Verbesserung Lebensbedingungen der jeweiligen
Bevölkerung zu erlangen."

Bei der Veranstaltung skizzierten Fachleute, wie Österreich zu den
von UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon vorgegebenen Welt-Energiezielen
beitragen kann. Seiner Initiative "Nachhaltige Energie für alle"
zufolge sollen bis 2030 der Zugang aller Menschen zu Energie
ermöglicht, die Energieeffizienz verdoppelt und der Anteil der
erneuerbaren Energie am weltweiten Energie-Mix verdoppelt werden.

"Wasserkraft ist weltweit die wichtigste erneuerbare Energie",
sagte Berlakovich. "16 Prozent der globalen Stromerzeugung stammt aus
Wasserkraft. Um dieses Potenzial nachhaltig zu nutzen, müssen
ökologische und sozio-ökonomische Auswirkungen stets berücksichtigt
werden. Österreich hat als Basis für seine Strategie heuer einen
nationalen Kriterienkatalog für die nachhaltige Wasserkraftnutzung
vorgelegt." Wir bekennen uns zu dieser Nutzung. Sie ist aber nicht
überall möglich und darf nie gegen die Natur gerichtet sein."

Diese Strategie werde Österreich auch bei der
Nachhaltigkeitskonferenz "Rio + 20" im Juni in Rio de Janeiro
präsentieren, so Berlakovich. "Nachhaltige Energienutzung ist eine
der Schlüsselbedingungen für nachhaltige Entwicklung in allen Teilen
der Welt. Sie trägt dazu bei, dass Entwicklungsländer Armut, Hunger
und Außenabhängigkeit verringern können."

"Sogenannte 'Grüne Arbeitsplätze' sind in allen Industrieländern
stetig am Wachsen und weisen die höchste Zuwachsrate bei der
Schaffung neuer Arbeitsplätze aus", ergänzt Waldner. "Gerade dieser
Aspekt muss Grund genug sein, die UN-Entwicklungsziele um die Themen
nachhaltige Energie und Entwicklung zu erweitern. Dafür wird
Österreich bei der Konferenz in Rio klar und unmissverständlich
eintreten", so der Staatssekretär abschließend.

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle
Tel.: (+43-1) 71100 DW 6823

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